Leichtathletik : Großer Aderlass nach Wechselfieber

Leichtathletik: Im vergangenen Jahr war es Christina Zwirner – nun verlassen weitere hoffnungsvolle Talente aus dem Kreis Heinsberg ihre Heimatvereine. Sprinterin Alina Kuß zieht es zum ART Düsseldorf, Roman Heil nach Wattenscheid.

Auch in diesem Jahr standen wieder zahlreiche Wechsel auf dem Programm der Leichtathletikszene, denn mit Roman Heil verliert der SV Rot-Weiß Schlafhorst sein bestes Pferd im Stall an den TV Wattenscheid 01. Der TV 1860 Erkelenz verliert nach Christina Zwirner nun auch die derzeit beste Nachwuchssprinterin des Kreises Heinsberg, Alina Kuß, die ab 1. Januar zum ART Düsseldorf wechselt. Auch die Geschwister Tara und Tabea Franz verlassen den ETV in Richtung ART Düsseldorf, so wie auch Nachwuchsass Judith Franzen. Sie begleiten ihren bisherigen Trainer Detlef Franz, der ebenfalls zum Großverein an den Rhein wechselt. Derzeit gehen die Meinungen der Protagonisten auseinander, ob Franz noch Tätigkeiten im ETV übernimmt, oder sich ganz auf die neuen interessanten Aufgaben im ART Düsseldorf fokussiert.

 Alina Kuß schnürt ihre Spikes ab 2014 für den ART Düsseldorf.
Alina Kuß schnürt ihre Spikes ab 2014 für den ART Düsseldorf. Foto: WBI (ARCHIV)

Berufsbedingt (Bundeswehr) hat Benedikt Dohle den SC Myhl LA in Richtung Koblenz verlassen. Er hat sich dort der LG Rhein-Wied angeschlossen. Zwei Abgänge ohne Auswirkungen verzeichnete der SC Myhl LA durch den Standortwechsel der van Heukelum Zwillinge, die für etwa drei Jahre ihren Lebensmittelpunkt in die sächsische Metropole Leipzig zwecks Studium verlegt haben. Sie starten aber weiterhin für die Lila-Gelben, die ansonsten großen Zuwachs vermelden. So haben sich aus Herzogenrath einige Athleten für einen Startwechsel zugunsten des SC Myhl LA entschieden. Ab dem 1. Januar starten somit Frederik Ruppert, Yannick Offermanns, Jan Kersten, Hannes und Kristian Vohn sowie Fynn Eickmanns und Leonie Mohr für die Lila-Gelben.

Das Gleiche gilt auch für den aus Gemünd/Eifel stammenden und dort wohnhaften Micha Noé, der seinem LC Euskirchen als passives Mitglied treu bleibt, sich aber sportlich ebenfalls dem Wassenberger Vorort-Klub anschließt. Einen weiteren Zugang vermelden die Verantwortlichen des SC Myhl LA mit Markus Schnorrenberg, der aus Köln, wieder zurück in die Heimat kommt. Damit dürfte im Kreis Heinsberg wieder eine schlagkräftige Mittel- und Langstreckentruppe heranwachsen, wie es sie früher schon mal in Myhl, aber auch beim TV Hückelhoven-Ratheim oder dem früheren SSV Erkelenz, gegeben hat.

(eif)