140 Fahrer in Wegberg : Radspektakel auf dem Grenzlandring

140 Fahrer starteten beim 13. Wegberger Grenzlandrennen und lieferten sich einen spektakulären Kampf.

Bei strahlendem Sonnenschein wurde der Grenzlandring wieder zur Rennstrecke – mit dem alljährlichen Grenzlandrennen, ausgerichtet von der Radsportabteilung des SC Wegberg, wurde wieder das größte lokale Radsportevent ausgetragen. Insgesamt 140 leidenschaftliche Radrennfahrer aus Nah und Fern folgten der Einladung zum Rennen auf der beliebten Grenzlandstrecke. Jugend, Hobbyfahrer, Amateure und Senioren rauschten über die Rennstrecke, während Henning Tonn als Moderator fungierte und das spannende Geschehen auf dem Kurs mit fachkundigen und charismatischen Kommentaren untermalte.

Der 2,2 Kilometer lange Rundweg führte vom Start- und Zielpunkt auf dem Siemensweg über die Industriestraße In Busch und den Grenzlandring, dann über die Bahnhofstraße und über die Große Riet wieder zurück auf den Siemensweg. Da kaum ein Wind wehte, hatten die Radfahrer gerade an den Steigungen etwas weniger zu kämpfen, was aber nicht bedeutet, dass das Rennen weniger fesselnd gewesen sei: Angetrieben vom Kampfgeist boten alle Teilnehmer einen überaus aufregenden und ansehnlichen Wettkampf.

In diesem Jahr gingen zum ersten Mal die lizenzierten Senioren (Rennklasse ab 40 Jahren) als Erste an den Start. Grund dafür war eine Parallelveranstaltung in Dinslaken. „Die Rennfahrer sind wirklich so wahnsinnig – und ich meine das im positivsten Sinne –, dass sie erst bei uns ihre Runden fahren, und anschließend noch am Radrennen in Dinslaken teilnehmen“, sagte Dieter Lausberg, Abteilungsvorsitzender des SC Wegberg, lachend.

Die Schüler traten in den drei Altersklassen U11, U13 und U15 an. Besonders erfreulich: Zum ersten Mal seit einigen Jahren lagen die Teilnehmerzahlen für zwei der drei Schülerklassen wieder im zweistelligen Bereich. Dieter Lausberg hofft, dass das wachsende Interesse der Jugend dem Radsport wieder mehr Aufwind gibt.

Glanzlicht der Veranstaltung war das Amateurrennen mit den Lizenzfahrern und gleichzeitig dem größten Teilnehmerfeld. Mit atemberaubenden Durchschnittsgeschwindigkeiten von mehr als 45,5 km/h preschten die Fahrer in 34 Runden über den Kurs und legten 74,8 Kilometer zurück. Als Sieger ging Joel Albrecht (SG Borken) hervor, Janik Törker (Sturmvogel Wattenscheid-Leihe) wurde Zweiter, Marcel Furmaniak (RSV Gütersloh) landete auf dem dritten Platz. Joel Albrecht hat mit 15 Jahren mit dem Radrennsport angefangen, trainierte zunächst privat, bevor er sich einem Verein anschloss. Seit einem Jahr fährt er für die SG Borken. „Es fühlt sich ziemlich überwältigend an“, sagte er über sein erstes gewonnenes Rennen.

Lausberg ist trotz gesunkener Teilnehmerzahl zufrieden. Für die Zukunft des Grenzlandrennens haben er und seine Vereinskollegen bereits einige Ideen in der Hand – so könnten sie sich ein „Promirennen“ vorstellen, bei dem lokale Politiker und Figuren des öffentlichen Lebens ein paar Runden drehen.

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