Gestern Abend: ETV 25:48 gegen Borussia

Für das Finale um den Pokal des Handballkreises Mönchengladbach hat es erwartungsgemäß nicht gereicht – Männer-Landesligist TV 1860 Erkelenz verlor gestern Abend das Halbfinalspiel gegen Oberligist Borussia Mönchengladbach mit 25:48 (9:27). "Wir sind unter 50 Gegentore geblieben – also ist alles gut", fasste ETV-Trainer Carsten Hirschfelder nach dem Spiel das Geschehen zusammen.

In der ersten Halbzeit (der ETV ging mit 1:0 in Führung) sah es ganz nach einem katastrophalen Abend für die Erkelenzer aus. Ohne Mumm ließ sich der ETV so ziemlich alles gefallen, besonders auffällig war die extrem langsame Rückwärtsbewegung. "Da haben die Jungs immer wieder resigniert", sagte Hirschfelder. Völlig mutlos ging es dann mit 9:27 in die Pause, in der Hirschfelder seine Mannschaft bei der Ehre packte, denn die ETVer spielten fortan engagierter und leisteten entschieden Gegenwehr. Das führte zwar nicht zu einer ernsthaften Gefährdung Borussias, doch davon war schon vor dem Anpfiff niemand ausgegangen. Carsten Hirschfelder: "So war es doch unterm Strich ein schönes Trainingsspiel für alle." Für den ETV trafen: Krüger 7, Kessler 5, Müller 3, Poméon 3, Weber 2, Königs 2, Funke 2, Friedrich 1.

Noch zwei lustige Randnotizen: Die Zeitnehmeranlage sorgte in der ersten Halbzeit schon nach 20 Minuten für den Pausenpfiff – die Anlage war schlichtweg noch auf den Euro-Jugendtreff eingestellt (siehe Text oben). Und dann fragten sich einige Zuschauer, ob Carsten Hirschfelder plötzlich zur Gladbacher Borussia gewechselt war, stand in deren Reihen mit Martin Kuhlen doch ein Spieler, der Hirschfelder von der Tribüne aus gesehen zum Verwechseln ähnlich sah. Kurios: Hirschfelder und Kuhlen spielten tatsächlich schon mal zusammen – damals beim TV Korschenbroich. In einem Spiel testeten beide sogar, ob ein Trikottausch auffallen würde. Das Resultat: Der Tausch blieb unentdeckt . . .

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