Geiser weiter an der Spitze

Auch in den nächsten drei Jahren führt Hans-Josef Geiser die Geschicke des Stadtsportverbandes Hückelhoven. Ein Nachfolger fand sich für den 74-Jährigen nicht. Er mahnte aber, sich auf die Zukunft vorzubereiten.

Schon im Sommer kündigte sich an, dass sich kein Nachfolger für Hans-Josef Geiser finden würde, am Montagabend ist das Realität geworden – auch in den nächsten drei Jahren führt Geiser als Vorsitzender den Stadtsportverband Hückelhoven. Der 74-Jährige wurde in der Mitgliederversammlung einstimmig gewählt. Da konnte auch Gertrud Hopfenbach nicht anders: "Mit Dir mach' ich das noch drei Jahre", sagte sie zu Geiser, bevor sie im Amt der Frauenwartin bestätigt wurde.

Indes mahnte Geiser aber auch: "Ich nehme die Wahl im Interesse des Stadtsportverbandes an, in alter Frische mit 74 Jahren. Wir müssen aber vorbereitet sein, wenn es um die Zukunft geht." Damit spielte er vor allem auf seinen potenziellen Nachfolger an. Insgesamt blieb der alte und neue Vorsitzende aber optimistisch: "Wenn sich ein Bundespräsident mit 72 frisch ins Amt wählen lässt, dann kann ich mit 74 auch noch weitermachen."

Der komplette Vorstand

Um die Ergebnisse der Wahlen zu vervollständigen: Paul Jansen bleibt stellvertretender Vorsitzender, Matthias Ewen ist Geschäftsführer, als Kassenwart macht Georg Pickartz weiter. Jugendbeauftragte blieb Heike Jansen, während sich Joachim Sieber nach wie vor um die Sportabzeichen kümmert.

In seinem Bericht stellte Geiser zwei markante Punkte heraus: einerseits die erfolgreiche Umsetzung des Hallenmanagers und andererseits die hohe Anzahl an Stadtmeisterschaften (in 2011 wurden 23 veranstaltet). Besonders Tim Just galt der Dank des Vorstandes, er hatte das Programm des Hallenmanagers entwickelt. Damit stellte der SSV die Hallenbelegungszeiten vollständig auf den Kopf, alles wurde quasi auf Null gesetzt und die Zeiten neu vergeben. Nur wenige Rückfragen habe es gegeben, so Geiser, der sich freute, dass auch andere Stadtsportverbände Interesse an dem Programm angemeldet haben. Die Hückelhovener vergeben die Zeiten nur noch für die Dauer eines Jahres, um so mehr Effektivität bei der Hallennutzung zu erreichen.

Aus dem Stadtsportverband ausgeschieden sind der Poolbillardclub Hückelhoven und der Budo Ring Hückelhoven, beide Vereine haben sich aufgelöst. Neu hinzugekommen ist die Tanzsportgruppe Couscous, die auf orientalischen Tanz und Zumba spezialisiert ist. Damit gehören jetzt 57 Vereine dem SSV an. Aktiv sind hier 8275 Menschen.

Raufschrauben will der SSV die Zahlen bei den Sportabzeichen der Schulen, daher findet am 2. Juli ein Sportabzeichentag für alle Grundschulen statt. Fortgesetzt werden die Kurz-und-Gut-Seminare; im Herbst steht das Thema Öffentlichkeitsarbeit in Sportvereinen auf dem Plan, 2013 beschäftigt sich der SSV mit Rechts- und Versicherungsfragen für Übungsleiter und Jugendbetreuer. Geplant ist zudem ein Lehrgang "Umgang mit EDV" im November.

Zu Gast waren Bürgermeister Bernd Jansen und Ronnie Goertz, Vorsitzender des Kreissportbundes Heinsberg. Beide stellten die gute Zusammenarbeit mit dem SSV heraus.

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