1. NRW
  2. Städte
  3. Kreis Heinsberg
  4. Regionalsport

Fußball-Regionalliga: Wegberg-Beeck verliert sein letztes Heimspiel gegen Straelen

Niederlage gegen den SV Straelen : Beeck verliert sein vorerst letztes Regionalliga-Heimspiel

Trotz einer Halbzeitführung unterliegt der FC Wegberg-Beeck dem SV Straelen mit 2:3. Während die Gäste den Klassenerhalt feiern, war es für Beeck der vorerst letzte Regionalliga-Auftritt im heimischen Waldstadion.

Nachdem am Donnerstag der Einspruch gegen die 0:1-Niederlage gegen Rot-Weiß Ahlen abgelehnt wurde, begann für den FC Wegberg-Beeck zwei Spieltage vor Schluss mit dem sicheren Abstieg nun endgültig die Abschiedstournee aus der Regionalliga West. Im heimischen Waldstadion war der SV Straelen zu Gast, der vor dem Spiel nur zwei Punkte vor der Abstiegszone stand – das Team von Trainer Steffen Weiss brauchte entsprechend einen Dreier für den Klassenerhalt.

Mit entsprechend Druck nach vorne startete Straelen auch in die Partie und versuchten die Beecker früh zu stören. Die ersten zarten Torannäherungen gehörten dann auch dem SVS – die Hereingaben von Kino Delorge und Toshiaki Miyamoto waren aber keine echte Bewährungsprobe für die Beecker Defensivreihe. FC-Mittelfeldmann Aram Abdelkarim war es dann, der das erste Mal für die Gastgeber gefährlich war: Nach einer Ecke wartete der 27-Jährige im Rückraum, ließ einen Gegenspieler stehen und beförderte den Ball in Richtung Winkel. Vom Innenpfosten flog der Ball allerdings zurück ins Spiel – fast das sehenswerte 1:0 für Beeck. „Die Anfangsphase ging klar an Straelen. Trotzdem hatten wir die erste große Chance – wenn der reingeht, führen wir“, sagte Beecks Trainer Mark Zeh hinterher.

  • Paderborns Marcel Mehlem (li.) und Sandhausens
    2:0 gegen Sandhausen : Paderborn gewinnt sein letztes Heimspiel der Saison
  • Marco Bauer wechselt zum NHV.
    Handball-Regionalliga : TVK und NHV lassen die Saison ausklingen
  • Norbert Müller (l.), Trainer von Teutonia
    Fußball-Landesliga : Teutonia siegt im Duell der Absteiger

Wenige Minuten nach der großen Möglichkeit wandelte Straelen die Überlegenheit der Anfangsphase in die Führung um: Außenverteidiger Delorge bediente Cagatay Kader, und da sich FC-Verteidiger Mohamed Redjeb böse verschätzte und vorbei rutschte, hatte Kader freie Bahn und konnte den Ball vor dem Tor querlegen – Delorge musste nur noch einschieben (12.).

In der Folge kamen beide Teams zu mehreren Halbchancen – allerdings ohne richtig zwingend zu werden. Der Druck im Abstiegskampf war den Gästen allerdings anzumerken. Symptomatisch dafür war der Ausgleich für Beeck: Ein grober Fehler von Matona-Glody Ngyombo, der den Ball an der Strafraumkante an Jan Bach verlor, sorgte dafür, dass Jonathan Benteke frei vor dem Tor auftauchte und den Ball – ähnlich mühelos wie zuvor für Delorge – zum 1:1 einschob (27.).

Keinem Team gelang es im Anschluss richtig die Kontrolle zu übernehmen. Straelen sicherte sich etwas mehr Spielanteile, war aber nicht dominant genug, um gefährliche Abschlüsse zu produzieren. Das übernahm dann in der 40. Minute wiederum Beeck. Und wieder ging dem Treffer eine unglückliche Aktion der Straelener voraus: Torschütze Delorge ließ sich die Kugel an der Torauslinie von Jeff-Denis Fehr wegspitzeln, der daraufhin im Rückraum Angreifer Mark Kleefisch bediente. Dieser ließ noch einen Gegenspieler aussteigen und schloss überlegt unten links zur 2:1-Führung ab.

Das Team von Trainer Zeh hatte das Spiel bis zur Halbzeitpause gedreht und ging mit der knappen Führung in den zweiten Durchgang. „Wir waren in der Halbzeit sehr positiv“, sagte Zeh, der aber zugab: „Straelen war in der zweiten Halbzeit klar besser. Sie wollten es mehr als wir.“

Die Gäste kamen deutlich besser aus der Pause und gaben Beeck kaum noch die Möglichkeit, aus der eigenen Hälfte zu kommen. So häuften die Großchancen für die Gäste. In der 60. Minute fiel dann der Ausgleich: Kelvin Lunga hatte Beecks Schlussmann Stefan Zabel schon umkurvt, zögerte dann aber zu lange, fand mit seinem Querpass jedoch Kollege Kader, der zum 2:2 traf.

Das Spiel wurde in Richtung Schlussphase hitziger, denn Straelen wollte den Sieg, um den Klassenerhalt klarzumachen – und das sollte gelingen. Dacain Baraza stieg nach einer Ecke am höchsten und wuchtete den Ball per Kopf zum 3:2-Endstand unter die Latte (84.). In den verbleibenden Minuten kamen die Gastgeber nicht mehr nach vorne. So durfte der SV Straelen nach Spielende mit den mitgereisten Fans im Waldstadion den Klassenerhalt feiern, während Beeck nach einer guten ersten Halbzeit die Chance auf einen Sieg im vorerst letzten Regionalliga-Heimspiel liegen ließ.

„Wir hatten ein paar geile Spiele, aber auch einige harte Niederlagen in den letzten Minuten“, resümierte Zeh die Saison. Die Planungen für die Mittelrheinliga laufen indes schon auf Hochtouren, wie Zeh verriet: „Wir basteln fleißig am neuen Kader, um eine schlagkräftige Truppe zu haben und in der nächsten Saison oben mitzuspielen.“