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Fußball-Regionalliga: FC Wegberg-Beeck siegt beim Bonner SC 2:0

Fußball-Regionalliga : Hühne trifft per Kopf beim 2:0-Erfolg

Im zweiten Spiel hat der FC Wegberg-Beeck den ersten Sieg geholt: Beim Bonner SC siegte der Regionalligist nach einer starken ersten Halbzeit völlig ungefährdet 2:0. Am Mittwoch kommt Meister SV Rödinghausen ins Waldstadion.

Im dritten Jahr spielt Nils Hühne für Beeck. Bei jeder Ecke und jedem Freistoß von der Seite marschiert der baumlange Innenverteidiger, der vor dem eigenen Kasten auch in der Luft stets jede Menge abräumt, mit nach vorne – ein Kopfballtor war ihm dabei bislang aber noch nicht geglückt.

Seit Samstag ist das Geschichte. Da verlängerte er in der 33. Minute im Anschluss an eine zunächst geklärte Ecke eine scharfe Flanke Meik Kühnels gekonnt mit dem Kopf ins lange Eck zum bereits zweiten Beecker Treffer. Zuvor hatte Shpend Hasani getroffen: Nach einem langen Einwurf Justin Hoffmanns drehte er sich in bester Torjägermanier um die eigene Achse und schoss den Ball trocken ins lange Eck (15.).

Ein Treffer, der bei den Gastgebern nachhaltig Wirkung zeigte: „Nach diesem Tor sind wir erst mal zusammengebrochen“, analysierte Bonns Coach Thorsten Nehrbauer. Beeck spielte und kombinierte sicher, hatte auch deutlich mehr Ballbesitz. „Wer ist denn hier die Heimmannschaft?“, lautete so dann auch ein ebenso treffender wie verärgerter Zwischenruf eines reichlich bedienten BSC-Fans.

Dabei hatte Beeck im Vorfeld der Partie ein herber Nackenschlag ereilt: Die Verletzung von Jan Bach aus dem Schalke-Spiel erwies sich bei einer MRT als Innenbandanriss im linken Knie – der schnelle Mann auf der rechten Außenbahn wird dem FC nun monatelang fehlen. Für ihn kam Tom Geerkens rechts in der Kette neu ins Team – Hoffmanns rückte dafür eins vor auf die Bach-Position.

Und ungeplant sehr früh kam dann auch Zugang Gökan Lekesiz zu seiner Punktspiel-Premiere im Beecker Trikot: Hasani musste früh raus. Was an der dominanten Vorstellung in Hälfte eins aber nichts änderte. „Da haben wir wirklich richtig guten Fußball gespielt, haben auch direkt die Initiative ergriffen. Der Ball lief hervorragend“, stellte Coach Michael Burlet erfreut fest.

Nach der Pause beschränkte sich Beeck weitgehend aufs Verteidigen gegen ein freilich recht harmloses Bonner Team, das nur bei den in der Regel von Spiellenker Dario Schumacher getretenen Standards im Ansatz gefährlich wurde. Metin Kizil vergab Bonns einzige echte Chance (64.). Umgekehrt hätte Beeck am Ende nachlegen müssen. Denn sowohl Manuel Kabambi (79.) als auch der eingewechselte Marc Kleefisch (90.+3) brachten den Ball freistehend nicht an Bonns Keeper Jonas Hupe vorbei.

Beecks Sportlicher Leiter Friedel Henßen brachte den Dreier kurz und bündig so auf den Punkt: „In der ersten Halbzeit klasse gespielt, in der zweiten Halbzeit mit Leidenschaft verteidigt.“ Und natürlich habe in der zweiten Hälfte auch die späte Niederlage gegen Schalkes U23 durch ein Tor in der 90. Minute eine Rolle gespielt, räumte Burlet ein. „Die Erinnerung daran spukte schon in den Köpfen rum. Das wollten wir auf keinen Fall noch einmal erleben.“

Weiter geht’s für Beeck schon am Mittwoch. Dann stellt sich mit dem SV Rödinghausen ein Topteam der vergangenen Jahre im Waldstadion vor (Anstoß 19.30 Uhr). „Da kommt der Meister“, merkt Burlet an – der SC Verl durfte aufgrund der Quotientenregelung zwar die Aufstiegsrelegation bestreiten und löste so dann auch das Ticket für die 3. Liga, doch Tabellenführer war beim Saisonabbruch eben Rödinghausen. In die neue Saison ist der SV aber mäßig gestartet: Nach vier Spielen gegen freilich auch gute Teams stehen für die Elf von Nils Drube erst zwei Punkte und ein Tor zu Buche.

Beeck gegen Rödinghausen – da kommen in Beeck unweigerlich Erinnerungen an den 13. Oktober 2017 auf: Da schlugen die Kleeblätter den haushohen Favoriten in ihrem bislang besten Regionalliga-Spiel überhaupt mit 3:1 – es war ein magischer Abend im Waldstadion. Ob sich das übermorgen vielleicht wiederholt?