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Fußball-Regionalliga: Der FC Wegberg-Beeck rutscht immer näher an die Abstiegsränge heran

Fußball-Regionalliga : Was dem FC Beeck beim 0:3 in Bergisch-Gladbach fehlte

Für den Aufsteiger wird es nach dem 0:3 in Bergisch Gladbach allmählich brenzlig. In den letzten vier Spielen gab es nur vier Punkte, die Abstiegszone rückt näher. In Bergisch-Gladbach fehlten Durchschlagskraft und fußballerische Qualität.

Shpend Hasani, Jannik Mause, Manuel Kabambi, Evangelos Skraparas, Jan Bach, Marc Kleefisch, dazu der torgefährliche Marvin Brauweiler und Standard-Spezialist André Mandt: Fast alle, die beim FC Wegberg-Beeck für Torgefahr und Kreativität stehen, kamen im wichtigen Spiel beim direkten Konkurrenten SV Bergisch Gladbach zum Einsatz. Viel Torgefahr resultierte daraus aber nicht. Ein einziger nennenswerter Abschluss stand für die Kleeblätter nach 90 Minuten zu Buche, und der resultierte aus einer geradezu klassischen Standardkombination dieser Saison: Ecke Mandt, Kopfball Brauweiler – der Ball flog indes übers Tor (27.).

Ein einzelner Gladbacher Akteur steckte an diesem Tag alle Beecker in die Tasche: Serhat Koruk schnürte einen Doppelpack, am Ende siegten die Gastgeber so 3:0. Für Koruk waren es bereits seine Saisontore 14 und 15. Der 24-Jährige liegt damit auf Platz drei der Regionalliga-Torschützenliste, hat nahezu zwei Drittel aller Gladbacher Tore erzielt. Beeck ist derweil weiter im Abwärtstrend. Der Aufsteiger ist seit vier Spielen sieglos, aus den letzten acht Spielen gab es nur vier Punkte. Auch Gegner Bergisch Gladbach ist auf drei Punkte herangekommen. Es wird brenzlig.

Nach einer deutlichen Niederlage hatte es für Beeck allerdings zunächst nicht ausgesehen. Über weite Strecken der ersten Halbzeit neutralisierten sich die Teams vollständig, waren auch die Spielanteile gleichmäßig verteilt. Koruk vergab dann freistehend die bislang größte Chance im Spiel: Sein Schuss verfehlte das lange Eck nur um Zentimeter (40.). Im direkten Gegenzug fehlten Bachs Abschluss Wucht und Präzision – Keeper Dennis Lohmann hatte so nur wenig Mühe.

Als der SV dann einen Freistoß im Mittelfeld schnell ausführte, passierte es: Die Hereingabe Patrick Friesdorfs erreichte am langen Eck Koruk und aus schon recht spitzem Winkel brachte der den Ball irgendwie an Beecks Schlussmann Stefan Zabel vorbei zum 1:0 über die Linie. Einige Beecker reklamierten da vehement, aber vergebens, dass der Ball beim Freistoß noch nicht vollständig geruht habe (41.). „Ob der Ball da noch rollte oder nicht, ist nicht so wichtig. Entscheidend ist, dass wir da im Anschluss gepennt haben“, zeigte sich Beecks Kapitän Maurice Passage selbstkritisch. „Das Tor war aber auf alle Fälle der Wendepunkt im Spiel. Denn bis dahin waren wir völlig gleichwertig“, befand FC-Coach Michael Burlet.

Nach der Pause erhöhten die Gastgeber rasch auf 2:0. Erst verlor Brauweiler den Ball an der Mittellinie, dann machte auch Sebastian Wilms eine unglückliche Figur, Kelvin Lunga bedankte sich mit dem zweiten Tor (48.).

„Danach haben wir uns aufgegeben. Das hat schon sehr, sehr wehgetan“, räumte Burlet ein. Per Konter erhöhte Koruk auf Zuspiel von Lunga noch auf 3:0 (75.). „Bis zum Ende sind wir weiter voll draufgegangen, auch daher war es ein absolut verdienter Sieg“, sagte SV-Coach Helge Hohl. „Der SV hat im letzten Drittel besser Fußball als wir gespielt. Wir dagegen haben einfach zu viel nur gepöhlt“, merkte Brauweiler an.