Fußball-Mittelrheinligist Wegberg-Beeck will mit Kurzpassspiel in Regionalliga

Fußball : Michael Burlets Wunsch: Mit Kurzpassspiel in die Regionalliga

Fußball: Mittelrheinligist FC Wegberg-Beeck hat mit seinem neuen Trainer Michael Burlet die Vorbereitung aufgenommen. Die Ziele sind sehr hoch.

Gemeinsam mit dem nahezu kompletten Funktionsteam saß Friedel Henßen entspannt auf der Beecker Trainerbank und verfolgte interessiert das erste Training unter dem neuen Coach Michael Burlet auf dem sattgrünen Rasen des Waldstadions. „Alles gut – ich habe diesen Wechsel ja selbst in die Wege geleitet“, antwortete Henßen auf die Frage, wie es für ihn denn nun sei, erstmals ein Beecker Training quasi als Kiebitz zu verfolgen – nach sieben Jahren auf der Trainerbank ist Henßen nun in die Rolle des Sportlichen Leiters geschlüpft.

Henßen sah eine lange Einheit: Burlets Premierentraining dauerte exakt zwei Stunden – mit einem Schwerpunkt: Passübungen. Was ein deutlicher Fingerzeig darauf war, wie Burlet spielen möchte: „Ich bin ein klarer Verfechter des Kurzpassspiels und guten Fußballs, möchte daher nicht so viele lange Bälle sehen“, erklärte Burlet nach dem Training auf Nachfrage. Sebastian Wilms, beim FC der unumstrittene Meister des geschliffenen langen Diagonalballs, dürfte also nicht mehr so häufig wie bislang dazu kommen, seinen Paradeball auszuführen.

Und aus seinem großen Ziel machte Burlet auch keinen Hehl: „Ich möchte aufsteigen, auch wenn das sehr schwer wird. Die Konkurrenz ist groß.“ Allen voran trifft das auf den FC Hennef und den 1. FC Düren zu, die ebenfalls Regionalligaambitionen hegen. „Und Borussia Freialdenhoven hat sich gerade in der Offensive mächtig verstärkt. Auch der FC Hürth wird wieder zu beachten sein“, ergänzte Burlet – diese beiden Vereine bewerben sich freilich seit Jahr und Tag nicht für die Regionalliga.

Auch wenn Burlet schon sehr konkrete Vorstellungen von der Spielweise hat: Beim grundsätzlichen Spielsystem hat er sich noch nicht festgelegt, möchte dafür die Erkenntnisse der Vorbereitung abwarten: „Ich muss sehen, welches System am besten zu diesem Kader passt. In den Testspielen werden wir daher alle Systeme ausprobieren, und da nehme ich auch keine Rücksicht auf Ergebnisse.“ Letzteres gelte natürlich nicht für den Kreispokal: „Den nehmen wir sehr ernst, wir wollen ja in den Mittelrheinpokal.“

Mit den sechs bisherigen Zugängen (siehe Bildunterschrift) sind die Personalplanungen noch nicht abgeschlossen: „Ich würde mir noch einen Zehner und einen Stürmer wünschen. Wir machen da aber nur noch etwas, wenn es richtig passt“, erklärte Burlet. In Beeck kann man sich auf alle Fälle auf einen äußerst ambitionierten Trainer einstellen. „Ich bin extrem ehrgeizig, muss manchmal in meinem Ehrgeiz sogar gebremst werden. Diese Rolle übernimmt in der Regel meine Frau“, verriet Burlet schmunzelnd. Der 54-Jährige wohnt und arbeitet in Eschweiler – bei der Stadt.

Erster Test Am Sonntag, 14. Juli, nimmt Beeck am Blitzturnier des Landesligisten VfR Fischeln um den Willi-Schlösser-Gedächtnispokal teil. Ab 13 Uhr bekommt es der FC mit Niederrhein-Oberligist 1. FC Kleve zu tun. Neben dem VfR nimmt als viertes Team Oberliga-Aufsteiger Cronenberger SC teil. Gespielt wird jeweils über zweimal 25 Minuten.

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