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Fußball-Mittelrheinliga: FC Wegberg-Beeck siegt im ersten Spiel nach der Winterpause

Fußball-Mittelrheinliga : Erfolg im Spiel eins nach Stroinskis Tod

Der FC Wegberg-Beeck startet mit einem 2:0 bei Viktoria Arnoldsweiler ins Punktspieljahr 2020 – und darf sich zudem über einen Patzer seines großen Konkurrenten 1. FC Düren freuen. Der unterliegt bei Borussia Freialdenhoven 0:2.

Beecks vor gut einer Woche verstorbener Vereinsboss Günter Stroinski hätte an diesem Spieltag zweifellos seine Freude gehabt: Den eigenen Punktspielauftakt 2:0 gewonnen, dazu das 0:2 des großen Aufstiegswidersachers Düren, damit wieder die Tabellenführung übernommen und dazu noch das Nachholspiel gegen die Spvg. Frechen in der Hinterhand – aus sportlicher Sicht verlief der Sonntag für den FC Wegberg-Beeck also höchst erfreulich. Dennoch kreisten die Gedanken bei allen Beeckern um den verstorbenen Vereinspatron, der am Dienstag auf dem Friedhof in Beeck beerdigt wird.

Für Beeck war es das erste Meisterschaftsspiel seit dem 8. Dezember – nach exakt drei Monaten spielte der FC also wieder mal um Punkte. „Um wieder reinzukommen, war die Leistung okay, auch wenn sicherlich noch viel Luft nach oben ist“, merkte durchaus zufrieden Coach Michael Burlet an. „Gegen die sehr tief stehende Viktoria war es auch nicht gerade einfach, sind wir in der ersten Halbzeit auch nicht hinter die Kette und in den Strafraum gekommen.“

Folglich stand es zur Pause noch torlos – mehr als zwei, drei Halbchancen hatte sich Beeck gegen den defensiv eingestellten Gastgeber, der erst in der eigenen Hälfte etwa zehn Meter hinter der Mittellinie Beecks Angriffe erwartete, nicht erspielt. Umgekehrt geriet das Tor von Beecks Schlussmann Stefan Zabel während der gesamten Spielzeit kein einziges Mal ernsthaft in Gefahr.

Das änderte sich vor dem Arnoldsweiler Gehäuse in der zweiten Halbzeit. Shpend Hasani hatte die erste dicke Chance (48.). Kurz darauf war Beecks Stoßstürmer auch an der spielentscheidenden Situation maßgeblich beteiligt: Nach einem leichtfertigen Arnoldsweiler Ballverlust spielte der Gast flott nach vorn, Hasani drang in den Strafraum ein und wurde dort von Jalil Tahir unnötig zu Fall gebracht – unnötig deswegen, weil Hasani lediglich parallel zur Strafraumlinie lief. Den Elfmeter Armand Drevinas lenkte Keeper Philipp Müller aber an den Pfosten, von dort trudelte der Ball nach rechts zur Seite. André Mandt setzte nach, stocherte den Ball Richtung Tor, und mit Hilfe eines Gegenspielers kullerte der Ball dann tatsächlich über die Linie – ein äußerst kurioser Elfmeter-Nachschuss (56.).

Danach hatte Beeck leichtes Spiel. Winterzugang Meik Kühnel, dem Burlet ein „engagiertes Debüt“ bescheinigte, hätte danach zweimal für die Vorentscheidung sorgen können. Die gelang dann Hasani nach einem Traumpass von Tom Geerkens – Hasanis zehntes Saisontor (80.). Trotz der Niederlage war Viktorias Coach Thomas Virnich gar nicht mal so unzufrieden: „Dass wir gegen Beeck nicht im Hurra-Stil agiert haben, war ja klar – dafür muss man nur auf die Tabelle gucken. Dennoch haben wir es nicht schlecht gemacht. Knackpunkt war dann aber natürlich der Elfmeter.“

Beeck: Zabel – Geerkens, Hühne, Wilms, Post – Kühnel (64. Thelen), Drevina, Lambertz (70. Leersmacher), Mandt – Edson (59. Mickels), Hasani