Fußball : Kuriose Bilanz ärgert Bezirksligisten

Obwohl sie häufiger verloren als gewonnen hat, hat die SG Union Würm-Lindern die Tordifferenz einer Spitzenmannschaft. Trainer Hermann-Josef Lambertz kann dafür aber einige Gründe aufzählen.

Nach dem 13. Spieltag in der Bezirksliga-Staffel 4 nur auf Platz elf zu rangieren, ist nicht das, was sich die SG Union Würm-Lindern zu Saisonbeginn vorgestellt hat. „In der Vorsaison sind wir Sechster geworden, und zumindest diesen Platz wollen wir auch in der kommenden Spielzeit erreichen“, sagte SG-Trainer Hermann-Josef Lambertz vor dem Saisonauftakt. Diesem Anspruch aber hinken Trainer und Mannschaft ein ganzes Stück hinterher. Auffällig: Würm-Lindern hat zwar erst 16 Punkte, dafür aber mit einem Torverhältnis von 24:14 das einer Spitzenmannschaft in der Liga. Besser jedenfalls als der kommende Gegner Germania Eicherscheid, der als Tabellenvierter mit 25 Punkten und einer Tordifferenz von 24:16 aus der Eifel anreist.

Gründe für die doch krasse Punktedifferenz hat Trainer Lambertz, der bereits seit Oktober 2013 bei der SG Union in der sportlichen Verantwortung steht, schon ausgemacht: so unter anderem die mangelnde Chancenverwertung, das Verletzungspech und das fehlende Spielglück. Von mangelnder Chancenverwertung kann in der Heimpartie gegen Aufsteiger Stolberg – der ist aktuell Tabellendritter – aber wohl nicht gesprochen werden, der wurde nämlich 9:0 aus dem Stadion geschossen. Verletzungspech gab es durchaus. So musste Lambertz länger auf seinen verletzten Sohn und Mittelfeldspieler Mark ebenso verzichten wie zuletzt auf Torjäger Yannik Schlömer. „Die beiden werden wohl auch am Sonntag gegen Eicherscheid noch nicht einsatzfähig sein“, sagte er. Und dann wäre da noch das schon erwähnte mangelnde Spielglück. Gerade in den Auswärtsspielen beim derzeitigen Führungsduo Mariadorf und Wegberg-Beeck II hat das gefehlt.

Beide Male war der SG Union zwar das 1:0 gelungen, verlor aber dennoch jeweils 1:2. In Mariadorf auch, weil ein Foulelfmeter in der Schlussminute nicht genutzt werden konnte. In Beeck verhinderte der Pfosten den möglichen 2:2-Ausgleich, den hatte Würm-Linderns Neuzugang Kubilay Demirhan (kam vom VfJ Ratheim) zehn Minuten vor Schluss mit einem fulminanten 30Meter-Geschoss getroffen.

„Es hätten also durchaus vier oder fünf Punkte mehr sein können. Hin und wieder haben wir aber auch Glück gehabt, so wie vor zwei Wochen beim 1:1 in Brand“, sagt  Lambertz. „Aber alles Jammern und Klagen ist wenig hilfreich. Wir müssen einfach weiter hart arbeiten und dann sicher auch wieder mehr punkten. Jedenfalls haben wir uns fest vorgenommen, dies in den beiden restlichen Spielen vor der Winterpause auch umzusetzen. Mit der aktuellen Tabellensituation jedenfalls sind wir alle nicht zufrieden“, sagt Trainer Lambertz abschließend.

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