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Fußball-Kreispokal: Für den SV Helpenstein ist der Titelverteidiger noch eine Nummer zu groß​

SV Helpenstein scheitert im Achtelfinale an Schafhausen : Der Titelverteidiger ist noch eine Nummer zu groß

Landesliga-Aufsteiger SV Helpenstein unterliegt im Kreispokal-Achtelfinale gegen Ligakonkurrent Union Schafhausen mit 5:0. Der FC Wegberg-Beeck muss in Kuckum einen Rückstand drehen und Germania Kückhoven sorgt im Duell mit Germania Teveren für die größte Überraschung.

Union Schafhausen ist durch ein souveränes 5:0 über den SV Helpenstein in das Viertelfinale des Kreispokales eingezogen. Helpensteins Trainer André Lehnen hatte die Niederlage im Großen und Ganzen nach der Partie schnell verarbeitet: „Ich hoffe, wir können einiges mitnehmen für die Partie gegen Union in der Meisterschaft.“ Dort treffen die beiden Pokalkontrahenten nach dem Aufstieg der Helpensteiner in die Landesliga ja ebenfalls aufeinander.

In den ersten 30 Spielminuten neutralisierten sich die Teams und es kam zu wenig gefährlichen Szenen. Eine diskussionswürdige Entscheidung führte dann zur Schafhausener Führung: Schiedsrichter Lukas Koch hatte ein Foulspiel von Kristian Wurzer im Strafraum gesehen und entschied auf Strafstoß für die Gastgeber. Die Chance ließ sich Phillip Grüttner nicht entgehen und machte das 1:0 für Union (31.). Von nun an nahm Schaufhausen das Heft deutlich in die Hand, was auch Helpensteins Sportlicher Leiter Nino Musebrink so sah: „Von da an hatte Schafhausen deutlich mehr Ballbesitz und war uns überlegen.“ Bis zur Pause machte die Mannschaft von Trainer Jochen Küppers dann ernst und stellte auf 3:0. Wiederum Grüttner (35.), sowie Julian Fratz (39.) trafen für den Titelverteidiger. Zu diesem Zeitpunkt wusste auch André Lehnen, dass es eine komplizierte Aufgabe für sein Team werden würde. „Wenn du hier ‚Im Kuhlert‘ mit drei Toren hinten liegst, wird es verdammt schwer“, meinte der Coach.

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Als unmittelbar nach Wiederanpfiff Julian Fratz mit seinem zweiten Treffer das 4:0 erzielte, war der Drops endgültig gelutscht. Michael Peschel schloss einen schönen Angriff sogar noch mit 5:0 ab (71.). Der Sieg der Gastgeber ging unter dem Strich in Ordnung, fiel jedoch ein wenig zu hoch aus, sagte auch André Lehnen: „In der zweiten Halbzeit haben wir es etwas besser gemacht. Aber man darf auch nicht vergessen, dass Schafhausen seit Jahren ein starker Landesligist ist.“

Ein echtes Ausrufezeichen im Pokal-Achtelfinale hat indes A-Ligist Germania Kückhoven gesetzt. Die Mannschaft von Trainer Dirk Valley bezwang nach einer taktischen Meisterleistung Landesligist Germania Teveren mit 3:2. Kückhoven erwischte einen Traumstart und bereits nach fünf Minuten vollendete Daniel Fabian einen Konter zum 1:0. Als Kevin Werker ausglich (13.), und Yannik Schlömer das 2:1 für Teveren erzielte (43.), schien die Partie den erwarteten Verlauf zu nehmen. Doch Yannick-Noel Pistor egalisierte noch vor der Pause mit einem sehenswerten Treffer aus rund 16 Metern (44.). Nach dem Seitenwechsel dominierte Teveren zwar optisch, doch die Gastgeber standen in der Defensive relativ sicher und warteten auf Kontermöglichkeiten. Nach einem Rückpass zum Torhüter erhielt Kückhoven drei Minuten vor Schluss einen indirekten Freistoß aus acht Metern zugesprochen. Wie an einem Strich gezogen donnerte Leon Frings die Kugel zum 3:2-Endstand ins Netz. Im A-Liga Duell zwischen dem SV Roland Millich und Aufsteiger Sportfreunde Uevekoven stand am Ende ein klarer 4:0-Sieg für Millich. Marc Röhlen markierte das 1:0 (4.), mit Justin Fischer erhöhte ein weiterer Neuzugang zum 2:0 (31.). In Halbzeit zwei hatte dann Danny Richter noch seine Auftritte. Sowohl in der 68., als auch in 76. Minute traf der Torjäger. Mit dem klaren Pokalerfolg haben die Millicher ihrem Trainer Nils Brandt ein nachträgliches Geschenk zum 40. Geburtstag gemacht, den dieser kürzlich feierte. 

Nach einer Sensation roch es kurzfristig auf dem Kunstrasenplatz in Kuckum nach drei absolvierten Minuten. Patrick Knorn hatte den SV Niersquelle Kuckum überraschend mit 1:0 gegen Mittelrheinligist FC Wegberg-Beeck in Führung gebracht. Es dauerte eine gute halbe Stunde, ehe Tarik Handzic mit einem Doppelpack die Partie drehte (32./35.). Auch in Abschnitt zwei verkaufte sich der A-Ligist ordentlich, Beeck traf aber noch zum 1:3 durch Folajoni Orolade (67.) und zum Endstand von 1:4 (80.) durch Dogukan Türkmen. Ohne Chance war B-Ligist Sparta Gerderath auf eigenem Platz gegen die SG Union Würm-Lindern aus der Bezirksliga. Bis zum Pausenpfiff hieß es an der Spartastraße bereits 4:0 für den Gast. In der 70. Minute erzielte Tim Janes das 5:0. Zuvor hatten David Balo (kam vom VfJ Ratheim), Baboucar Ceesay, Thomas Lambertz und Kapitän René Lambertz getroffen.