Kreisligist in Abstiegsnöten Die Luft für den SV Niersquelle Kuckum wird dünner

Fussball-Kreisliga · Gegen Waldfeucht-Bocket muss der SV Niersquelle Kuckum nach der erneuten Niederlage unter der Woche dringend punkten, um nicht noch weiter in den Abstiegskampf gezogen zu werden. Der SC 09 Erkelenz empfängt Randerath/Porselen.

 In Süsterseel setzte es für den SV Niersquelle Kuckum (schwarze Trikots) die nächste Pleite.

In Süsterseel setzte es für den SV Niersquelle Kuckum (schwarze Trikots) die nächste Pleite.

Foto: Nipko

Die Suche nach der Form geht für den SV Niersquelle Kuckum in der Kreisliga A weiter. Auch im Nachholspiel am Donnerstagabend beim FC Wanderlust Süsterseel gelang es der Mannschaft vom Trainerduo Christoph Scheufen und Christian Schmitz nicht, das Ruder herumzureißen, denn am Ende siegten die Selfkänter mit 2:0. Somit bleibt Kuckum mit 27 Punkten auf dem elften Tabellenrang festsitzen, und sollte das am Sonntag dringend ändern, wenn es zum SV Waldfeucht/Bocket geht.

Lange Zeit hieß es im Süsterseeler Heidestadion 0:0 in einem relativ ausgeglichenen Spiel. Echte Großchancen waren Mangelware, und es lief scheinbar auf eine torlose Partie hinaus – bis zur 78. Spielminute. Nach einer unübersichtlichen Situation stand plötzlich Süsterseels Angreifer Roy Mühlenberg relativ unbeachtet am zweiten Pfosten frei und schob den Ball locker zum 1:0 für die Gastgeber ein. Kurz zuvor wäre beinahe Kuckums Luca Faenger per Freistoß die Führung gelungen, das Leder trudelte aber zum Leidwesen der Gäste nicht über die Torlinie (73.).

So mussten die Niers-Kicker also wieder einmal einem Rückstand hinterherrennen. Passend zum einsetzenden schlechten Wetter, „hagelte“ schließlich in der letzten Spielminute das 2:0 für Süsterseel ins Kuckumer Tor, nachdem Wanderlusts bester Torschütze Heiner Beulen zur Stelle war, und das Endresultat mit seinem neunten Saisontreffer markierte. Jetzt heißt der Gegner für den SV Kuckum am Sonntag, Anpfiff ist um 15 Uhr, SV Waldfeucht/Bocket. Obwohl die „Vöchter“ bereits so gut wie mit einem Bein in der Kreisliga B stehen, zeigt die Mannschaft von Trainer Sebastian Peschel immer wieder zumindest engagierte Leistungen. So auch am Donnerstagabend, als es beim heimstarken FC Randerath/Porselen zwar eine 0:1-Niederlage gab, der SV aber dennoch eine ordentliche Leistung bot.

Das wollen die Waldfeuchter sicherlich auch am Sonntag tun, die Partie wird für Kuckum also alles andere als ein Selbstläufer. Allerdings darf es keine zwei Meinungen darüber geben, wie die Partie in Kuckum ausgehen sollte, denn alles andere als ein dreifacher Punktgewinn für die Heimelf, wäre eine tiefe Enttäuschung für den SV Kuckum, der sich dann in weitere Schwierigkeiten manövrieren würde. 

Ein direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt für Kuckum ist Germania Kückhoven, das mit 29 Zählern auf dem Konto um zwei Tabellenränge besser platziert dasteht. Allerdings zeigte die Mannschaft von Trainer Dirk Valley zuletzt eine weit bessere Verfassung als Kuckum, und fährt am Sonntag als klarer Favorit zum Spiel beim Vorletzten SVG Birgden/Langbroich/Schierwaldenrath.

Um einen Punkt besser als die Niers-Kicker ist aktuell der SC Selfkant notiert. Für die Männer aus dem Westzipfel des Kreises geht es am Sonntag zum SV Roland Millich, wo die Gastgeber endlich wieder in die Spur finden wollen, um nicht den Abschluss an die beiden Spitzenteams vom SC 09 Erkelenz und Ay-Yildizspor Hückelhoven zu verlieren. Für beide Mannschaft steht also wieder einmal ein richtungsweisendes Spiel auf dem Programm, wobei die negativen Konsequenzen auf Seiten der Selfkänter sich schwerwiegender wären.

Seine gute Ausgangsposition im Aufstiegsrennen weiter ausbauen, will der SC 09 Erkelenz. Aber der FC Randerath/Porselen, der an der Westpromenade antritt, ist auf keinen Fall zu unterschätzen. Immer wieder im Laufe der Spielzeit überraschte das Team von Spielertrainer Sven Regn und hat überdies als Tabellenfünfter nichts zu verlieren, kann also ohne großen Druck aufspielen.