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Fußball-Kreisliga A: Germania Kückhoven spielt 3:3 nach 1:3

Fußball-Kreisliga A : Später Punktgewinn nach 1:3-Rückstand

Nach einer guten halben Stunde führt Union Schafhausen II bereits 3:1 bei Germania Kückhoven. Doch die Gastgeber stecken nicht auf und belohnen sich spät – auch dank eines Elfmeters.

Ein furioses Spiel sahen die Zuschauer beim 3:3 zwischen TuS Germania Kückhoven gegen Union Schafhausen II. Dabei waren die Gastgeber von Trainer Dirk Valley noch gar nicht mit den Gedanken auf dem Platz, da hieß es bereits 0:1 durch Paul Kohnen.

„Insgesamt war unsere erste Halbzeit eine Katastrophe. Im gesamten Mittelfeld kamen wir nicht in die Zweikämpfe. Dass wir so schnell den Ausgleich machen konnten, war sehr glücklich", sagte Valley. Allerdings war die Entstehung des Treffers von Hüseyin Akkaya (10.) weniger glücklich als vielmehr immer wieder trainiert. Denn Akkaya traf, nachdem er mit einem langen Einwurf in die Tiefe geschickt worden war. Anschließend übernahmen die Gäste aber das Kommando.

Schafhausen näherte sich dem Kückhovener Gehäuse immer gefährlicher, und so war der Treffer zum 2:1 durch Leon Liebens mehr als verdient (23.). Das sah auch Union-Vorsitzender Christoph Jansen so: „In der ersten Halbzeit haben die Jungs eine tolle Leistung geboten, die Pausenführung war verdient.“ Diese Führung bauten die Gäste in der 36. Spielminute sogar auf 3:1 aus, weil Kohnen mit seinem zweiten Treffer erfolgreich war. 

In der zweiten Halbzeit stellte Valley um: „Ich habe in der Pause gesagt, dass es jetzt Alles oder Nichts heißt. Entweder wir kommen noch mal ran, oder wir kriegen noch mehr Tore.“ So wirklich zahlte sich die neue Ausrichtung zunächst nicht aus, denn nach Wiederbeginn verlief das Spiel ausgeglichen. Jedoch war Kückhoven unter Zugzwang. Und schließlich war es der Gegner selber, der die Germania wieder zurück ins Spiel brachte. Eine Schlampigkeit in der Schafhausener Abwehr nutzte Torjäger Ron van Kessel zum 2:3 (77.). Union stellte sich aber keineswegs hinten rein, um den Sieg zu retten, vielmehr kam es auch weiterhin zu Gelegenheiten, wobei ein Lattenknaller von Leon Liebens die größte Chance war (82.).

Ein Pfiff und der daraus resultierende Strafstoß sorgten für den Endstand. Schiedsrichter Alexander Bach entschied auf Elfmeter, nachdem er einen Tritt an den Knöchel van Kessels gesehen hatte. Während Valley meinte „den kann man geben, muss es aber nicht“, sagte Christoph Jansen, dass „selbst der Gegner über die Entscheidung gelacht hat“. Timon Niklas Grondowski behielt die Nerven und traf zum 3:3 (87.).

„Wenn ich mir den gesamten Spielverlauf ansehe, und dann unsere wirklich schwache erste Halbzeit mitrechne, war der Punkt für uns ein gewonnener. Zumindest sind wir nach der Halbzeit konsequenter zur Sache gegangen“, sagte Valley.

Germania Kückhoven: Kyek -Kehr, Ziegis, Wolf, Kallabis, Grondowski, Klein-Peters, Fundaclassen, Malek (46. Pistor) - Akkaya, van Kessel.
Union Schafhausen II: Giesen - Schmitt, Hotopp, Schranz, Thomas Liebens, Bertrams, Sausen, Seferi - Kohnen, Leon Liebens, Jörling.
Tore: 0:1 Kohnen (2.), 1:1 Akkaya (10.), 1:2 Liebens (23.), 1:3 Kohnen (36.), 2:3 van Kessel (77.), 3:3 Grondowski (87.)