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Fußball: Kapitän des FC Wegberg-Beeck muss an Hüfte operiert werden

Fußball : Passage muss unters Messer – Trikot für „Rosi“

Mittelrheinliga: Beecks Kapitän, beim 3:1 gegen Hürth munter dabei, lässt sich am 20. Dezember an der lädierten Hüfte operieren.

Ein beim FC Wegberg-Beeck stets gern gesehener Gast weilte beim Spiel gegen den FC Hürth im Waldstadion: Sascha Rodemers, von 2010 bis 2013 Beecks Torwart, schaute mal wieder bei den alten Kollegen vorbei. Den Kontakt zum FC hatte „Rosi“ (Stammverein Borussia Freialdenhoven) auch nach seiner Beecker Zeit nie abreißen lassen. Dafür hatte sich das Torwartunikum in den drei Jahren dort einfach zu wohl gefühlt, waren echte Freundschaften entstanden.

Im Sommer ist Rodemers 40 Jahre alt geworden – und das wurde im Waldstadion unmittelbar vor dem Anpfiff gewürdigt: Da überreichte ihm Beecks Co-Trainer Dirk Ruhrig ein Trikot – natürlich mit der Rückennummer 40. „Rosi“ freute sich sichtlich darüber. Er dürfte das gute Stück nun auch mit nach Mallorca nehmen, wo er seit knapp einem Jahr fest lebt und arbeitet.

Nach dem Spiel konnte Rodemers mit den früheren Mitspielern aber erst mal auf einen Sieg anstoßen: Beeck gewann die flotte Partie 3:1, feierte damit im dritten Heimspiel auch den dritten Dreier. „Ich bin sehr erleichtert, denn es war wirklich ein sehr enges Spiel“, fasste Beecks Coach Friedel Henßen den kurzweiligen Kick zusammen.

Mit der Chancenverwertung konnte er auf alle Fälle zufrieden sein: Aus fünf echten Möglichkeiten machten die Kleeblätter drei Tore. Nach der Pause betrug die Quote sogar 100 Prozent: eine Chance, ein Tor. Das erzielte Armand Drevina zum Endstand, nachdem zuvor Thomas Lambertz per Kopf und Norman Post nach der schönsten Kombination des gesamten Spiels das 2:0 herausgeschossen hatten.

„In der zweiten Halbzeit haben wir zu passiv gespielt. Da hätte ich mir schon gewünscht, dass wir etwas höher verteidigt hätten“, räumte Henßen ein. Umgekehrt geriet Beecks Gehäuse aber auch nur noch höchst selten in Gefahr. „Wir haben nur sehr wenig zugelassen“, bilanzierte Vizekapitän und Abwehrchef Danny Fäuster. Er selbst hatte daran gehörigen Anteil. Denn nach Hürths Anschlussstor (Sebastian Wilms gab dabei keine gute Figur ab) wackelte Beeck bis zum Pausenpfiff ein wenig, und bei Hürths klarster Einschussmöglichkeit bekam Fäuster in letzter Sekunde noch den Fuß dazwischen – so wie in der zweiten Halbzeit auch noch einmal.

Ein gutes Comeback feierte zudem Marius Müller, der für den verletzten Tim Blättler im Angriff auflief und mit Shpend Hasani ein sehr bewegliches Sturmduo bildete. Müller war zudem maßgeblich am 3:1 beteiligt, und Hasani bereitete Posts Tor vor. Doch nicht nur deswegen war Henßen mit Hasani zufrieden: „Shpend hat heute sehr für die Mannschaft gearbeitet.“ Auf sein erstes Saisontor wartet Hasani zwar weiterhin, doch andererseits stehen für ihn nun schon vier Assists beziehungsweise direkte Torbeteiligungen zu Buche. Denn das 2:0 gegen Friesdorf im vorangegangenen Heimspiel hatte Hasani eher unfreiwillig vorbereitet: Sein Schuss wurde abgeblockt, Kapitän Maurice Passage traf im Nachschuss.

Noch bis zur Winterpause könnte „Mo“ weiterhin in die für ihn eher ungewohnte Rolle des Torschützen schlüpfen – dann wird der 27-Jährige aber erst einmal eine Zwangspause einlegen. Grund: Am 20. Dezember lässt sich Passage in einer darauf spezialisierten Klinik in Bonn an der lädierten Hüfte operieren, die ihm schon länger zu schaffen macht. „Ein Stück vom Knochen drückt auf den Knorpel. Das ist ein angeborener Fehler. Mehrere Ärzte haben mir geraten, diese OP nicht auf die lange Bank zu schieben’“, erläutert der Käpt’n, der im Anschluss voraussichtlich drei Monate nicht zur Verfügung steht. „Genau lässt sich das aber erst nach dem Eingriff sagen.“

Zum Beecker Start mit 13 von 15 möglichen Punkten kann Passage aber natürlich jetzt schon etwas sagen: „Die Punkteausbeute kann sich auf alle Fälle sehen lassen. Hinten stehen wir schon sehr stabil. Nach vorne sind aber noch Steigerungsraten drin. Die meisten Siege waren auch knappe Siege. Wir sind sicherlich noch nicht am Ende unserer Entwicklung.“