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Fußball in Mönchengladbach und Viersen: Neuer Modus in Kreisliga C umstritten

Fußball : C-Ligisten sehen neuen Modus noch sehr skeptisch

Seit dieser Saison werden in der Kreisliga C die besten Teams in Aufstiegsrunden ermittelt. Im Kreis Heinsberg ist eine solche Reform nicht geplant.

Ein neuer Modus soll die Kreisliga C ein wenig aufwerten, das hatte der Kreisausschuss im Kreis Mönchengladbach/Viersen vor Beginn der laufenden Saison beschlossen, nachdem die Testphasen in Düsseldorf und Moers positiv gesehen worden waren. Doch was ändert sich konkret und wie stehen die Vereine dazu?

Im Gegensatz zur Vergangenheit gab es nun gleich fünf Gruppen (Qualifikationsgruppen genannt) in der C-Liga statt derer drei. Dank weniger Mannschaften in den einzelnen Gruppen wurde noch vor der Winterpause in Hin- und Rückspielen die Abschlusstabelle ermittelt. Die ersten drei Teams jeder Quali-Gruppe qualifizierten sich automatisch für eine der beiden folgenden Aufstiegsrunden (AR), die im März beginnt und ebenfalls im Modus Jeder gegen jeden in Hin- und Rückspielen die besten Mannschaften ermittelt. Hinzu kam der beste Viertplatzierte, der mittels eines Quotienten (erzielte Punkte dividiert durch die Anzahl der absolvierten Spiele) den letzten freien Platz in der AR besetzt. Die restlichen Teams spielen nun in drei sogenannten Fair-Play-Gruppen (FP).

Im Fußballkreis Heinsberg steht eine derartige Reform für die C-Ligen nicht auf der Tagesordnung. Spielausschuss-Vorsitzender Josef Küppers erklärt: „Wir befinden uns gerade in dem Projekt, die B-Ligen umzustrukturieren. Das ist schon genug Arbeit und Aufwand. Von daher spielen die C-Ligen aktuell keine Rolle bei derartigen Überlegungen.“ Im Kreis Heinsberg gibt es der kommenden Spielzeit statt drei nur noch zwei Staffeln mit jeweils 16 Mannschaften. Bislang gab es drei Staffeln mit jeweils 14 Teams. „Wenn wir die Reform der B-Liga gut hinter uns gebracht haben, kann es vielleicht irgendwann mal sein, dass wir über die C-Liga nachdenken. Im Moment aber noch nicht“, sagt Küppers.

In Mönchengladbach tauchten derweil bereits vor Saisonbeginn erste Zweifel seitens der Vereine am neuen Modus auf. Alex Dahmen, Co-Trainer und Pressewart bei Eintracht Güdderath, sieht es differenziert: „Durch die neue Aufstiegsrunde gibt es ein deutlich besseres Niveau als in der Vergangenheit, als in den Gruppenspielen zweistellige Ergebnisse keine Seltenheit waren. Jetzt trifft man sich auf Augenhöhe. Die Fair-Play-Gruppe ist eigentlich nur eine Freizeitbeschäftigung, da es nur um die Goldene Ananas geht.“ Achim Birk, Trainer der Hocksteiner Reserve, zieht keine positive Zwischenbilanz, da er mit weiteren Rückzügen rechnet. „Es ist mehr Zeitvertreib. Es fehlt die Motivation und Langeweile macht sich breit, da wie in unserem Fall auch die Enttäuschung überwiegt“, sagt Birk im Hinblick auf die Fair-Play-Gruppe.

Dagegen wiegelt Peter Surujun, sportlicher Leiter in Neuwerk, ein wenig ab. „Auf unserer letzten Trainersitzung waren wir geteilter Meinung. Wir bräuchten die Erfahrung einer Saison. Deshalb ist es jetzt noch zu früh, ein generelles Urteil abzugeben, aber es könnte Spaß machen“, sagt Surujun, der zudem vorschlägt: „Die FP-Gruppen könnten wesentlich besser durchgemischt werden. Wenn man dort wieder auf dieselben Gegner trifft, gibt es gleich vier Begegnungen unter der Saison. Unser Fußballkreis ist ja entfernungsmäßig nicht so groß, Anreisen dauern maximal vielleicht eine halbe Stunde“. Womit er sogar Recht hat, wenn man sich die FP3 betrachtet, in der Rheindahlen, Hardt und Mennrath sich schon in der Quali-Phase gegenüberstanden.