Fußball: FC Wegberg-Beeck in der Mittelrheinliga zu Gast beim FC Hennef

Fußball : 1:0 – Tom Geerkens beschenkt sich vorzeitig selbst

Fußball-Mittelrheinliga: Beeck gewinnt das Topspiel in Hennef durch ein Tor seines Youngsters – durchaus verdient. Wermutstropfen: Joy-Slayd Mickels verletzt sich vermutlich schwer.

Am heutigen Montag wird Tom Geerkens, das Nesthäkchen des FC Wegberg-Beeck, 19 Jahre jung. Das wohl schönste Geschenk dazu bereitete er sich selbst bereits am Sonntag. Denn da erzielte Beecks Senkrechtstarter im Spitzenspiel beim FC Hennef das einzige Tor der Partie, trug so maßgeblich zu Beecks fünftem Ligasieg in Serie und der Festigung der Tabellenführung bei. In der 25. Minute vollbrachte der überaus lauf-, kampf- und willensstarke Nachwuchsmann seine größte Tat der Partie: Aus 18 Metern zog er wuchtig ab, sein Flachschuss schlug in der linken Ecke ein – und krönte damit seine auch generell vorzügliche Leistung.

Den eminent wichtigen Dreier verdienten sich die Kleeblätter auf dem durch Dauerregen schwer bespielbaren Geläuf im Anton-Klein-Sportpark mit einer vor allem in der ersten Halbzeit beeindruckenden Vorstellung. Da hatten sie deutlich mehr vom Spiel und erspielten sich auch ein deutliches Chancenplus. Marc Kleefisch (2.), Shpend Hasani (31.) und Armand Drevina (39.) hatten bei aussichtsreichen Situationen weitere Treffer auf Kopf und Fuß. Umgekehrt geriet Beecks Gehäuse nur einmal ernsthaft in Gefahr – ausgerechnet durch den Ex-Beecker Sakae Iohara. Am herausgestürzten Keeper Stefan Zabel war sein Schuss schon vorbei, doch Nils Hühne beförderte den Ball dann noch aus der Gefahrenzone (42.).

Unmittelbar vor dem Pausenpfiff ereignete sich für Beeck aber noch ein viel größerer Schreckmoment: Joy-Slayd Mickels, der nach seinem Patellasehnenanriss Ende Februar noch im Trikot des Regionalligisten SV Rödinghausen gerade erst wieder so richtig eingestiegen und auf dem Weg zur Vollzeitkraft war, verdrehte sich das Knie – zumindest das Innenband dürfte in Mitleidenschaft gezogen worden sein.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielgeschehen zunächst nicht viel. Beeck drängte zwar nicht mit Macht aufs zweite Tor, kontrollierte in der rassigen Kampfpartie, in der sich die Kontrahenten nichts schenkten, aber weiterhin das Geschehen. Das änderte sich etwa ab der 60. Minute. Da legten die Gastgeber eine ordentliche Schippe drauf, erhöhten den Druck merklich. Doch bis auf einen fulminanten Schuss des eingewechselten Hasan Akcakaya aus spitzem Winkel an die Lattenunterkante (71.) sprang dabei nichts Zwingendes heraus – auch, weil Beecks Abwehr jederzeit höchst aufmerksam war.

Die Innenverteidiger Nils Hühne und Sebastian Wilms gefielen dabei nicht zuletzt mit ausgezeichnetem Stellungsspiel. Kapitän Maurice Passage war gegenüber seiner ungewöhnlich schlappen Vorstellung im Kreispokalfinale in Schafhausen in positiver Hinsicht nicht wiederzuerkennen, kurbelte immer wieder mit an und dirigierte umsichtig seine Nebenleute, und Norman Post gab wie immer alles, war sich einmal sogar nicht zu schade, nach einem Ballverlust André Mandts in der gegnerischen Hälfte für diesen gut 50 Meter zurückzuspurten und sich den Ball zurückzuerkämpfen. Und vor der Abwehr rackerte Armand Drevina ebenso unermüdlich.

Die tadellose Einstellung aller Akteure hob denn auch Beecks Coach Michael Burlet hervor: „Über 60 Minuten waren wir die klar bessere Mannschaft, und danach haben wir den Kampf angenommen und richtig gefightet.“ Und sein Hennefer Kollege Sascha Glatzel meinte: „Es war angesichts des schweren Bodens ein sehr gutes und intensives Spiel. Aufgrund der ersten Halbzeit ist Beecks Sieg nicht unverdient, und in unserer deutlich stärkeren zweiten Halbzeit hat die letzte Durchschlagskraft gefehlt.“

Beeck: Zabel – Passage, Hühne, Wilms, Post – Geerkens, Drevina, Mandt (90.+4 Lambertz) – Kleefisch (76. Leersmacher), Hasani (90.+1 Thelen), Mickels (46. Edson)

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