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Fußball: FC Wegberg-Beeck erreicht in Rurdorf locker das Halbfinale​

Mittelrheinligist trifft auf U23 des 1. FC Düren : FC Wegberg-Beeck erreicht in Rurdorf locker das Halbfinale

Beim 37. Rurdorfer Sommercup schlägt der FC Wegberg-Beeck den Bezirksligisten Oidtweiler souverän mit 3:0 und trifft im Halbfinale am Freitagabend auf die U23 vom 1. FC Düren. Dürens scheidender Sportdirektor Dirk Ruhrig rechnet am Rande des Turniers mit dem Vorstand ab.

Auch wenn er nun schon seit sieben Jahren nicht mehr Vorsitzender des FC Rurdorf ist, wie er es 35 Jahre lang war: Für viele Menschen ist Franz Peter Breuer nach wie vor der „Mister FC Rurdorf“. Zu sehr hat er über rund drei Jahrzehnte den Rurdorfer Sommercup, sein sportlich liebstes Kind, geprägt, zählte zu den Initiatoren und Begründern dieses bestbesetzten Sommerturniers der Region, das 1985 seine erste Auflage hatte. Das gewann der SC 09 Erkelenz im Finale mit 2:1 gegen die SG Eschweiler.

Und auch wenn sich Franz Peter Breuer aus dem operativen Geschäft komplett zurückgezogen hat: Ein ständiger Gast beim „Reibekuchen-Cup“, wie das Turnier wegen seines bekannten und weithin geschätzten kulinarischen Hauptangebots auch gerne genannt wird, ist er weiterhin. Das war auch am Mittwoch so, als der ewige Titelverteidiger FC Wegberg-Beeck (der hat die vergangenen neun Auflagen gewonnen) ins Turniergeschehen eingriff.

Das tat der Mittelrheinligist auf ebenso schnörkellose wie souveräne Weise: Den Bezirksligisten Concordia Oidtweiler schlugen die Kleeblätter sicher mit 3:0. Sturm-Zugang Dogukan Türkmen stellte per Doppelpack bereits in der ersten Halbzeit auf 2:0 (24./36.) – beide Treffer erzielte der vom VfL Vichttal gekommene Angreifer in typischer Stürmermanier. Kapitän Maurice Passage band nach dem Seitenwechsel mit dem frühen 3:0 das Schleifchen um den ungefährdeten Sieg (54.). „Wir hätten noch einige Tore mehr machen müssen, haben umgekehrt keine einzige Chance des Gegners zugelassen“, bilanzierte zufrieden FC-Coach Mark Zeh.

  • Szene aus dem Vorjahresfinale, das Beeck
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  • Beecks Dimitrios Touratzidis (Mitte) hinterließ in
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Im Halbfinale am Freitag (Anstoß 19 Uhr) bekommt es Beeck mit der U 23 des 1. Düren zu tun. Erwartungsgemäß schickt der Regionalligist nach Rurdorf nur seine Reserve – der Spielbetrieb in der Regionalliga läuft ja bereits. Und im Viertelfinale schlug sich Düren II sehr gut, gewann in einem Landesliga-Duell gegen den Kohlscheider BC 1:0. Das Tor erzielte Max Wickum, der in der vergangenen Saison noch in Beecks A-Jugend kickte und auch zu einigen Einsätzen im Regionalligateam kam.

Auf Dürens Bank wird gegen Beeck unter anderem Dirk Ruhrig sitzen, Dürens Ende des Monats ausscheidender Sportdirektor. „Das Spiel gegen Beeck wird meine letzte Amtshandlung für den 1. FC sein, danach ist Schluss“, bestätigt Ruhrig. Weil es vonseiten des Vereins in den vergangenen Monaten keinerlei Signale für eine Verlängerung des Ende Juni auslaufenden Vertrags gab, erklärte Ruhrig schließlich von sich aus seinen Rücktritt – da waren dann Dürens Verantwortliche überrascht. Sie baten ihn, zumindest noch einen Monat weiterzumachen – dem entsprach der 50-Jährige dann auch.

Seine Bilanz der beiden Dürener Jahre falle gemischt aus, erklärte Ruhrig: „Sportlich lief es super, haben wir erst den Mittelrheinpokal gewonnen, dann im DFB-Pokal bei Bayern München gespielt und sind nun in die Regionalliga aufgestiegen.“ Abseits des Platzes sehe das Ganze aber ein wenig anders aus: „Mannschaft und Trainer haben mir immer viel Energie gegeben, die mir Teile des Vorstands dann wieder geraubt haben.“ In nächster Zeit wolle er nun viel Fußball schauen – von der Regional- bis zur Landesliga. „Ansonsten würde ich nun gerne Spielerfrauenbetreuer werden“, erklärte er im Gespräch mit dieser Redaktion breit grinsend. „Dirk kann doch jetzt gut unser Torwarttrainer werden“, flachste Beecks langjähriger Akteur Sebastian Wilms – der FC sucht weiterhin einen Nachfolger für den aus privaten Gründen kurzfristig ausgeschiedenen Thorsten Matt.

Vor Düren arbeitete Ruhrig zehneinhalb Jahre überaus erfolgreich in Beeck – erst als Trainer der Reserve, dann der A-Jugend, schließlich sieben Jahre lang als Co-Trainer unter Friedel Henßen. Dabei hatten sich die beiden perfekt ergänzt.