Fußball TuS Rheinland Dremmen glaubt an seine Chance

Fußball · Der Bezirksligist spielt seit 1972 ununterbrochen auf Verbandsebene. Nach einer schwachen Hinrunde droht nun aber der Abstieg in die Kreisliga A. Trainer Ralph Tellers geht mit dem Team dennoch optimistisch in den zweiten Saisonteil.

 Noch nicht aufgegeben: Lukas Lambertz (Bildmitte) spielte mit dem TuS Rheinland Dremmen eine ernüchternde Vorrunde. In acht Tagen startet für den Bezirksligisten die Mission Klassenverbleib.

Noch nicht aufgegeben: Lukas Lambertz (Bildmitte) spielte mit dem TuS Rheinland Dremmen eine ernüchternde Vorrunde. In acht Tagen startet für den Bezirksligisten die Mission Klassenverbleib.

Foto: Nipko

Mit erst sieben Punkten nach 14 Partien ist der TuS Rheinland Dremmen in der Staffel 4 der Fußball-Bezirksliga Tabellenvorletzter – und damit dem Abstieg in die Kreisliga A so nah wie noch nie. Denn die „Rheinländer“ spielen schon seit 1972 ununterbrochen auf Verbandsebene und würden da natürlich auch gerne weitermachen. Dass sie mit bereits neun Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz in den verbleibenden 16 Punktspielen vor einer Herkulesaufgabe stehen, ist ihnen bewusst.

Die gilt natürlich auch für Trainer Ralph Tellers, der  seit  der 0:1-Niederlage am 12. Spieltag im Derby bei der ebenfalls abstiegsgefährdeten Sparta aus Gerderath wieder das sportliche Sagen hat. Vorgänger Redzo Sakanovic hatte in drei Spielzeiten zuvor jeweils mit dem TuS Rheinland die Bezirksliga noch halten können, musste dann aber nach der sportlichen Talfahrt des Teams aufhören. Die Verantwortlichen in Dremmen sahen sich genötigt, die Reißleine zu ziehen. Einen ersten Erfolg schaffte Dremmen dann am 14. Spieltag, als das Team unter Neutrainer Tellers überraschend deutlich 3:0 beim starken Aufsteiger SG Stolberg gewann.

„Natürlich glaube ich daran, dass wir den Klassenerhalt schaffen können“, sagte Tellers vor der Winterpause, „sonst hätte ich den Job auch gar nicht angenommen“. Und mit dieser Einschätzung führt er den TuS Rheinland Dremmen am Sonntag in acht Tagen auch in die Rückrunde mit noch 16 Punktspielen. Beim Auftakt am 1. März in der heimischen „Rheinlandkampfbahn“ erwartet der TuS dann die SG Union Würm-Lindern zum Derby – das Team, das mit seinen auch erst 16 Saisonpunkten aktuell auf dem ersten Nichtabstiegsplatz notiert ist. Ein Sieg dort und nur vier Tage später an gleicher Stätte auch ein Dreier im  Derby gegen den FC Wegberg-Beeck II (Nachholspiel des 15. Spieltages), und der Anfang der geplanten Mission Klassenverbleib wäre Dremmen schon mal geglückt.

Nicht mehr im Team sind dann aber sowohl René Timo Göbbels als auch Ahmet Özdal. Während sich Göbbels wieder seinem Heimatverein FSV Kraudorf angeschlossen hat, versucht Özdal jetzt sein Glück bei Ay-Yildizspor Hückelhoven. Beide waren zuletzt aber nicht unbedingt Stammspieler. Das sollen in der Rückrunde aber sowohl Mohamed Rahbiti (kam von Landesligist Hilal Maroc Bergheim) als auch Christopher Olujimi  – er war in der Vorsaison noch für den derzeitigen Spitzenreiter Alemannia Mariadorf aktiv, kam jetzt aber von B-Ligist VfR Übach-Palenberg – werden. „Die beiden haben auf jeden Fall das Zeug dazu, uns im Kampf um den Klassenverbleib zu helfen“, sagt Trainer Tellers erfreut über die beiden Winterzugänge.

Und Olujimi hat beim 2:2 am vergangenen Dienstag bei B-Liga-Spitzenreiter SC 09 Erkelenz auch schon getroffen, machte den 0:1-Pausenrückstand mit dem 1:1 wett. Die folgende 2:1-Führung durch Lukas Lambertz hielt aber nicht, weil Erkelenz noch zum verdienten 2:2 ausgleichen konnte. Zuvor hatte Dremmen ein Testspiel bei B-Ligist Übach-Palenberg 6:0 gewonnen, bei A-Liga-Spitzenreiter Waldenrath-Straeten aber auch 1:2 verloren. Ein weiterer Test ist nicht geplant. „Noch drei, vier Trainingseinheiten, das sollte bis zum 1. März gegen Würm-Lindern reichen“, sagte Tellers.

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