Aufstieg ist perfekt SC Erkelenz geht als Bezirksliga-Vizemeister in die Landesliga

Fußball-Bezirksliga · Beim 2:0-Sieg bei Aufstiegskonkurrent SG Stolberg lässt der SC 09 nicht mehr viel anbrennen und steigt als Zweiter hinter Meister Lich-Steinstraß auf. Unerwarteter Respekt kam da vom Gegner.

 SC Erkelenz feiert nach dem schweren Spitzenspiel zum Saisonabschluss in Stolberg den Aufstieg mit dem entsprechenden Gruppenfoto.

SC Erkelenz feiert nach dem schweren Spitzenspiel zum Saisonabschluss in Stolberg den Aufstieg mit dem entsprechenden Gruppenfoto.

Foto: SC 09 Erkelenz/Oliver Keuter

Am letzten Spieltag der Saison 2023/2024 hat der SC 09 Erkelenz es also geschafft, ist nach dem 2:0 (0:0)-Sieg bei Verfolger SG Stolberg als Tabellenzweiter in die Landesliga des Fußballverband Mittelrhein aufgestiegen.

Vor rund 300 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz in Stolberg-Gressenich versuchten die Gastgeber nicht nur die 0:2-Hinspielniederlage wettzumachen, sondern mit einem Sieg sogar selbst den zum Aufstieg berechtigten Tabellenplatz zwei zu ergattern. So begannen sie auch mit viel Einsatz und Aggressivität. Aber Erkelenz war gewappnet und von Trainer Pascal Thora hervorragend eingestellt. Man ließ mit viel Laufarbeit und Disziplin die Stolberger Angriffe meist ins Leere laufen. Was dann doch einmal durchrutschte, wurde zur meist sichere Beute des Erkelenzer Keepers Jacomo Patza. Mit ihm als sicherem Rückhalt wurde kaum etwas zugelassen.

Stolberg wirkte zunehmend verunsichert, wurde nervös und handelte sich in Halbzeit eins auch schon vier gelbe Karten des aufmerksamen Schiedsrichter-Trios um Jakob Ferner ein. Und als 09-Torwart Patza sich in einer Mann-gegen-Mann-Situation gegen Stolbergs Kapitän und Torjäger Mergim Statovci behauptete, den scheinbar sicheren Führungstreffer der SG bravourös abwehrte, blieb Erkelenz obenauf. Daran konnte auch das zwischenzeitliche 1:0 von Alemannia Mariadorf in Welldorf-Güsten nichts ändern, obwohl Mariadorf damit genau in der Tabelle an Erkelenz vorbeigezogen war.

Aber Erkelenz blieb in diesem Bezirksliga-Spitzenspiel fokussiert, hielt immer wieder dagegen und ergriff auch selbst die Initiative. Und den entscheidenden Schlag setzten die Thora-Schützlinge dann in der 64. Minute. Einen gegnerischen Angriff in der eigenen Hälfte hatte man abgefangen, dann den Ball wiederum schnell über die Flügel in Stolbergs Abwehrnähe gebracht. Von da erreichte die Maßflanke Mittelstürmer Malte Lütteke. Der legte mit dem Kopf für Sturmpartner Marcel Nickels auf. Nickels drehte sich kurz und drosch mit seinem starken linken Fuß dann den Ball zum Erkelenzer 1:0 unter die Latte des Stolberger Tores. Es war der bereits 22. Saisontreffer des Erkelenzer Torjägers.

Stolberg schien beeindruckt, war in den Folgeminuten nicht mehr so dominant wie in einigen Szenen zuvor. Und Erkelenz legte sogar noch nach. Bei einem Freistoß in Stolbergs Hälfte in der 79. Minute war Kapitän und Abwehrchef Marcel Merten mitaufgerückt, erwartete die Hereingabe von Standard-Schütze Marcel Nickels. Nickels fand mit seiner Freistoßflanke auch seinen Kapitän und dessen Kopf. Und dass Merten ein guter Kopfballspieler ist, bewies er auch in dieser Szene, er drückte den Ball mit dem Kopf zum umjubelten 2:0 ins Stolberger Tor.

Damit war die Partie natürlich vorentschieden, zumal sich Stolberg kurz vor Schluss noch eine Gelb-Rote Karte einhandelte (Omar Salama). Erkelenz spielte die restlichen Minuten dann routiniert zu Ende, bejubelte den Sieg und natürlich auch den Aufstieg in die Landesliga ausgelassen. „Besonders gefreut hat mich unmittelbar nach Spielschluss die Gratulation von Stolbergs Trainer Mirko Braun“, sagte der sichtlich stolze Erkelenzer Trainer Pascal Thora. „Sicher auch, weil unser Sieg verdient war“, meinte Thora dann noch. Somit folgt Erkelenz Lich-Steinstraß in die Landesliga.

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