Fußball-Bezirksliga: Enttäuschende Hinrunde für SG Union Würm-Lindern

Analyse : Enttäuschende Hinrunde mit einem 9:0-Ausreißer

Bezirksligist SG Union Würm-Lindern ist mit Platz 13 nicht zufrieden. Das Team schoss zu wenige Tore – bis auf eine Ausnahme.

Trainer Hermann-Josef Lambertz hatte auf die Frage nach dem Saisonziel 2019/2020 noch geantwortet: „Im letzten Jahr sind wir Sechster geworden, und zumindest diesen Platz wollen wir bestätigen, vielleicht geht`s ja noch ein bisschen weiter nach oben“. Davon aber ist die SG Union Würm-Lindern nach der enttäuschenden Hinrunde meilenweit entfernt. Nur einen Platz vor den Abstiegsrängen in die Rückrunde zu starten, ist nicht das, was sich Lambertz vorgestellt hatte. Aber trotz der prekären Platzierung ist die Union (noch) nicht direkt abstiegsgefährdet. Mit ihren 16 Saisonpunkten ist sie der Sparta aus Gerderath als direktem Tabellennachbarn noch acht Zähler voraus. Und wie Gerderath ist auch die SG noch mit einem Spiel in Rückstand.

Ein Grund für die enttäuschende Hinrunde der SG ist sicherlich das Schwächeln in der Fremde: In acht Begegnungen hat sie gerade mal drei Unentschieden ergattert. Die Heimbilanz hingegen kann sich sehen lassen, trotz eines 1:3 im Derby gegen Aufsteiger Helpenstein. Einen Punkt nahm beim 0:0 der FC Roetgen mit. Ansonsten gelangen ausnahmslos Siege – unter anderem das zumindest in der Höhe kaum erwartete 9:0 gegen den bis dahin souverän aufgetretenen Aufsteiger SG Stolberg. Ausgerechnet bei dieser Partie weilte Chefcoach Lambertz gerade im Urlaub, musste das folgende Schulterklopfen seinem Co-Trainer Sean King überlassen.

Der Saisonverlauf Es ließ sich eigentlich ganz gut an. Im Kreispokal im Spiel um Platz drei gewann die Union bei Ligakonkurrent SV Helpenstein 2:1, qualifizierte sich damit also schon für die erste Runde des FVM-Pokals. Gegen den TuS Rheinland Dremmen siegte sie dann zum Saisonauftakt 2:0. Einem 1:1 beim 1. FC Heinsberg-Lieck folgten ein 4:0 gegen Donnerberg und ein weiteres Auswärts-1:1 in Oidtweiler. Dann aber setzte es die unerwartete, aber allemal verdiente 1:3-Derby-Niederlage gegen Helpenstein, und schon war die SG von den Saisonzielen schon ein ganzes Stück entfernt – trotz des späteren 9:0-Spektakels gegen Stolberg.

Das war gut/Das war schlecht Im Kreispokal Dritter zu werden, ist stark. Im Halbfinale hatte die Union Mittelrhein-Ligist FC Wegberg-Beeck sogar am Rand einer Niederlage. Mit vier erfolgreichen Spielen in die Saison zu starten, war ebenfalls gut. Danach aber schoss man – bis auf die erwähnte Partie gegen Stolberg – einfach zu wenig Tore. In den 13 anderen Spielen der Hinrunde waren das gerade mal deren 15. Bester Torschütze der Union bisher ist deren Kapitän René Lambertz, der aber auch erst sechsmal getroffen hat. Weit hinter den Erfolgen der Vorsaison liegt bisher Yannik Schlömer. Der einstige Torjäger blieb mit seinen fünf Treffern weit hinter seinen Möglichkeiten.

Personalien Dabei hatte sich Würm-Lindern im Sommer noch gut verstärkt. Neben Niklas Spelz (Alemannia Mariadorf), Kubilay Demirhahn (VfJ Ratheim), und Philipp Heinrichs (FSV Geilenkirchen) verpflichtete es noch zwei weitere Japaner. Abgeben musste man nur den einstigen Kapitän Pascal Thora, der als Spielertrainer bei A-Ligist Kirchhoven anheuerte.

Die Winterpause Oft – und in der Vergangenheit erfolgreich – wird die Union auch wieder in der Halle aktiv sein. „Draußen“ erstmals aktiv soll es dann am 7. Februar zugehen. Da ist die SG beim Aachener A-Ligisten VfR Würselen zu Gast.