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Fussball-Bezirksliga: Defensives Versagen beim TuS Rheinland Dremmen sorgt für den Abstieg​

Saisonfazit TuS Rheinland Dremmen : Defensives Versagen im Kollektiv sorgt für den Abstieg

Mit 84 Gegentoren in 28 Spielen war der Klassenerhalt in der Bezirksliga für den TuS Rheinland Dremmen nicht zu schaffen. Nun gilt das Team von Coach Ralph Tellers als einer der Aufstiegsfavoriten in der Kreisliga A.

Der TuS Rheinland Dremmen ist aus der Fußball-Bezirksliga, Staffel 4, abgestiegen, wird also nach über 50 Jahren wieder auf Kreisebene auf Punktejagd gehen müssen. Und diese Entwicklung hatte sich schon in den beiden zuvor wegen Corona abgebrochenen Spielzeiten abgezeichnet.

  Dremmen-Coach Ralph Tellers.
Dremmen-Coach Ralph Tellers. Foto: Nipko

So lief die Rückrunde

Zur Halbzeit der gerade zu Ende gegangenen Saison 2021/2022 hatten die „Rheinländer“ gerade mal sieben Punkte erreicht, trotz des überraschenden 3:2-Sieges am letzten Hinrundenspieltag bei Germania Eicherscheid. „Weil die Differenz zu den vor uns liegenden Vereinen Stolberg und Eicherscheid da noch gar nicht so groß war, hatten wir die Hoffnung, den Rückstand in der Rückrunde noch aufholen zu können“, so Dremmens Trainer Ralph Tellers. Und dann durfte sich der TuS Rheinland Dremmen Ende 2021 noch über einen neuen Kunstrasenplatz freuen, der auf dem Areal des alten Aschenplatzes für rund 500.000 Euro installiert worden war. „In schon genannter Rückrunde haben wir es mit 13 Punkten ja auch besser gemacht, erreichten mit insgesamt 20 Punkten Platz 14. Natürlich immer noch zu wenig, um die Liga halten zu können. Da war die Konkurrenz einfach erfolgreicher“, so der Trainer weiter. Mit diesen 13 Rückrundenpunkten landete Dremmen sogar vor dem Tabellenfünften Jugendsport Wenau, der in diesem Zeitraum nur elf Punkte erzielte, und natürlich auch vor dem 1. FC Heinsberg-Lieck mit sechs Punkten.

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Das war gut in dieser Saison

Mit Sascha Hochgreef und Nico Schunk hat Dremmen gleich zwei Spieler im Kader, die in der abgelaufenen Saison zweistellig treffen konnten (jeweils zehn Tore). Dies waren aber auch bereits knapp 50 Prozent aller Saisontore.

Das war nicht so gut in der Saison

Coach Tellers kennt die Gründe, die zum sportlichen Misserfolg führten. So beklagt er unter anderem die lange Verletztenliste, vor allem in der Hinrunde. „Und dann haben wir natürlich auch zu viele Gegentore gefangen“, so Ralph Tellers. Mit 84 Saisongegentoren in 28 Punktspielen hat Dremmen da tatsächlich die Nase auch ganz weit vorn. „Einzelne dafür verantwortlich zu machen, lehne ich ab. Unser Defensivverhalten war insgesamt nicht Liga tauglich, und das galt für alle, die auf dem Platz standen“.

Der Spieler der Saison

Eine Frage nach dem Spieler der Saison in seinem Team, beantwortet Dremmens Trainer nicht. Seine Meinung dazu: „Für Erfolg und Misserfolg sind alle verantwortlich“.

So geht es weiter

Am 5. Juli bittet Ralph Tellers seine neue Mannschaft zum Trainingsauftakt. Denn am 20 und 21. August erfolgt schon der Saisonstart der Heinsberger Kreisliga A, und da will er den TuS Rheinland Dremmen natürlich topfit präsentieren, den „Betriebsunfall Abstieg“ möglichst schon 2023 repariert haben. Und die Chancen, die auch die Konkurrenz dem TuS zubilligt, sind nicht schlecht. Bis auf Torwart André Sieberichs, der wechselt zur SG Union Würm-Lindern, und Nico Brünker, der versucht sich in der neuen Spielzeit bei Neu-Landesligist SV Helpenstein, hält Dremmen den Kader weitgehend zusammen. Sogar den 40-jährigen Marcel Holterbosch – allerdings nur als Standby-Spieler. Vornehmlich wird er nämlich Cheftrainer Ralph Tellers als Co-Trainer unterstützen. Nach dem Saisonziel befragt meint Tellers: „Wir wollen eine gute Rolle spielen, haben aber auch großen Respekt vor der Kreisliga A. Im Besonderen vor den beiden Hückelhovener Vereinen Ay Yildizspor und Roland Millich“.