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Fussball Bezirksliga: 1. FC Heinsberg-Lieck schlägt sich im Derby selbst

Union Würm-Lindern profitiert von individuellen Fehlern : 1. FC Heinsberg-Lieck schlägt sich im Derby selbst

Im Heimspiel gegen Union Würm-Lindern unterliefen den Gastgebern mehrere schwere Patzer, die am Ende zur 1:3-Pleite führten. Heinsberg-Coach Michel Noethlichs war nach dem Spiel sichtlich bedient.

René Lambertz, Kapitän beim Bezirksligisten SG Union Würm-Lindern, hat seinen Nimbus bewahrt. Im Vorfeld der Partie beim 1. FC Heinsberg-Lieck erwähnte Lambertz, dass er „in Heinsberg noch nie verloren hat“. Und das bleibt auch so, denn die Union gewann das Derby in der Kreisstadt am Ende mit 3:1 .

Und es war ein spezielles Spiel im Seestadion, wie Heinsbergs Coach Michel Noethlichs nach der Partie deutlich anmerkte: „Ich bin ja schon lange dabei. Aber so etwas habe ich noch nie erlebt. Wir haben durch drei eklatante individuelle Fehler das Spiel verloren.“ Doch der Reihe nach. Im ersten Abschnitt tasteten sich beide Teams zunächst ab, wobei die Gastgeber bei zwei Aluminium-Treffern von Marcel Rohse und Abdoulie Cham durchaus auch das Pech auf ihrer Seite hatten. Insgesamt blieb es in einer bis dahin durchschnittlichen Partie beim 0:0 bis zur Halbzeit.

Die Mannschaften waren gerade erst wieder auf dem Feld, da klingelte es im Heinsberger Gehäuse. Yannick Schlömer hatte sich auf der linken Seite schön durchgesetzt und legte den Ball dann quer auf Marc Lambertz. Dieser verlängerte zu René Lambertz, der aus 14 Metern trocken in die untere linke Ecke abschloss (47.). Beim Gegentreffer sah die Heinsberger Innenverteidigung allerdings nicht wirklich gut aus, was FC-Coach Noethlichs auch deutlich äußerte Es war klar, dass die Liecker nun stärker nach vorne drängen mussten. In der 69. Spielminute wurde Sebair Ljatifi im Strafraum gefoult und Maurice Gippert verwandelte den fälligen Strafstoß zum 1:1.

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Der Jubel der Gastgeber war gerade erst verklungen, da flog ein langer Ball in Richtung Heinsberger Tor, den Torhüter Alexander Rütten aufnehmen wollte und dies auch seinen Mannschaftskollegen zurief. Doch der Keeper ließ den Ball unbedrängt fallen, und Thomas Lambertz, der den Ball ins leere Tor schob, bedankte sich humorlos (72.) – so hieß es etwas überraschend 2:1 für Lindern.

Die endgültige Entscheidung fiel dann zwei Minuten vor dem Schlusspfiff. Thomas Schmidt legte sich den Ball quasi selber vor, und traf anschließend gekonnt zum 3:1. Ein Gegentreffer, den Heinsbergs Trainer Noethlichs mit den Worten „Unfassbar! Das ist die Krönung“ umschrieb. Als Schlussfazit setzte er nur noch hinzu: „Wir haben uns heute definitiv selber geschlagen.“ Sein Trainerkollege Hermann-Josef Lambertz freute sich logischerweise über den Auswärtssieg, wusste aber die Geschehnisse auf dem Platz durchaus realistisch einzuschätzen: „Natürlich ist es schön hier drei Punkte aus Heinsberg mitzunehmen. Aber ich muss sagen, dass das Resultat ein wenig zu hoch ausgefallen ist. Ja, wenn man ehrlich ist, wäre auch ein Unentschieden in Ordnung gewesen, da der Gegner heute schon einige dicke Fehler im Spiel hatte.“

Doch im Grunde kann das Hermann-Josef Lambertz auch egal sein, denn er steht mit seiner Union nach dem insgesamt vierten Saisonsieg auf einem gefestigten vierten Tabellenplatz mit nunmehr 13 Zählern auf der Habenseite. Besonders freuen dürften sich die Mannschaft und das Umfeld auch darüber, dass Würm-Lindern der erste Auswärtssieg dieser Spielzeit gelungen ist. Nach drei Auftaktsiegen und nun zwei Niederlagen in Folge, verharren die Heinsberger hingegen auf dem fünften Tabellenrang, und müssen sich nun schütteln, damit sich kein längerfristiger Abwärtstrend einschleicht. Allerdings ist es auch noch viel zu früh in der Saison, um schon in Panik zu verfallen.