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Frauenfußball: Die Sportfreunde Uevekoven warten in der Mittelrheinliga auf das erste Heimtor

Frauenfußball : Das Warten aufs erste Heimtor

Die Sportfreunde Uevekoven sind gut in die neue Spielzeit der Mittelrheinliga gestartet. Nur zu Hause bleiben die Erfolge aus. Am Wochenende geht es gegen Jüngersdorf.

Zwei Spiele, zwei Siege: So lautet die aktuelle Auswärtsbilanz von Mittelrheinligist Sportfreunde Uevekoven. Genau umgekehrt liest sich bislang die Heimbilanz: drei Spiele, nur ein Punkt – und dabei noch kein einziges Tor erzielt. Am Wochenende steht gegen den punktgleichen TuS Jüngersdorf das dritte Heimspiel in Folge an.

„Da wollen wir den Bock nun auch daheim umstoßen. Wir wollen aggressiv spielen, früh pressen und hoch verteidigen“, kündigt Patrick Arand an, der das Team im zweiten Jahr gemeinsam mit Monika Gruteser trainiert. Dabei hofft er, dass seine Mädels ein bisheriges Manko abstellen: „Einfache Fehler im Spielaufbau ziehen sich bislang wie ein roter Faden durch die Saison. Wir müssen da einfach geduldiger werden, ruhiger spielen.“ Und fürs Gegenpressing gelte umgekehrt: „Da müssen wir gierig darauf sein, uns den Ball schnell wiederzuholen.“

Zwei Spielerinnen fallen am Sonntag aus – und auch darüber hinaus. Theresa Sachse hat sich einen Beckenanbruch zugezogen. „Sie wird rund fünf Wochen fehlen“, sagt Arand. Noch länger fällt Vanessa Kolb aus. Denn beim Spiel in Biesfeld Mitte September zog sich die Rechtsverteidigerin einen Kreuzbandriss zu. „Das trifft uns hart. Denn Vanessa war auf dieser Position gesetzt“, erläutert der Trainer.

Sehr froh ist er, dass er seit dieser Saison wieder auf zwei bereits zu Regionalligazeiten bewährte Kräfte zurückgreifen kann. Denn nach jeweils zweijähriger Abstinenz haben sich sowohl Torhüterin Clara Elsholz als auch Innenverteidigerin Arijana Maliqi wieder den Sportfreunden angeschlossen. „Die tun uns gut.“

Mit sieben Punkten stehen die Sportfreunde aktuell auf Platz sieben. Geht es nach Arand, darf es am Saisonende noch ein bisschen mehr sein. „Wir streben einen Platz zwischen vier und sieben an.“ Im Unterschied zu früheren Jahren sei die Mittelrheinliga sehr ausgeglichen geworden. „Da kann nun fast jeder jeden schlagen. Daher sind verrückte Ergebnisse gar nicht mehr so selten“, meint Arand. Nur für zwei Mannschaften gelte das nicht: „Fortuna Köln und Grün-Weiß Brauweiler sind wirklich stark besetzt und dürften den Aufstieg daher unter sich ausmachen.“

Völlig entspannt urteilt Arand übrigens über Uevekovens jahrzehntelangen großen Kreisrivalen SV Waldenrath/Straeten: „Ich selbst komme aus Kaarst, habe zu dieser Rivalität also eh keinen großen Bezug. Aber auch Spieler und Trainer sehen das gegenseitig bei Weitem nicht mehr so verbissen, wie das früher vielleicht mal war. Es ist doch einfach schön, dass der Kreis Heinsberg in der Mittelrheinliga mit zwei Teams vertreten ist.“

Hinter dem Trainerteam werkeln bei den Sportfreunden dieselben bewährten Leute wie schon seit vielen Jahren: Kristina Wolters und Florian Wolters kümmern sich als Teammanager um alle weiteren Angelegenheiten.