Fußball: Feuerwehrmann der Rhenania

Der 55jährige Glaser Matthias Hillemacher, verheiratet und Vater zweier fußballbegeisterter Töchter, ist rein sportlich wegen seines Nebenjobs als Trainer des Tabellenletzten in der Fußball-Bezirksliga, Staffel 4, Rhenania Eschweiler, nicht gerade zu beneiden. Doch das stört ihn nicht. Seiner Rhenania, für die er als Offensivkraft bis hinauf zur Landesliga selbst lange Jahre aktiv war, hält er die Treue, auch in sportlich nicht so guten Zeiten.

Und das hat er in der Vergangenheit auch schon oft bewiesen. Warf mal wieder einer der Trainer im Club das Handtuch, oder, wie zu Beginn dieser Spielzeit, als der schon verpflichtete Wilfried Schmitz eine Woche vor Saisonstart dem Club mitteilte, nicht zur Verfügung zu stehen, sprang der als "Co" geplante Matthias Hillemacher, wie schon etliche Male zuvor, als "Feuerwehrmann" in die Bresche.

Dabei wusste er natürlich schon genau, dass es für die Rhenania nach dem Abstieg aus der Landesliga auch in der Bezirksliga nicht einfach werden würde, den Absturz in die A-Liga zu verhindern. Spätestens nach dem 1:2 letzte Woche im Kellerderby beim VfR Würselen ist der Abstieg mit bisher erst sieben Punkten wohl auch (halb-)amtlich.

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Trotzdem geht der engagierte Trainer mit seiner jungen Mannschaft nicht allzu hart ins Gericht. "Die geben jede Woche ihr bestes, sind mit Begeisterung dabei, aber es reicht einfach nicht. Jetzt müssen schnell die Weichen für die A-Liga gestellt werden, und da ist es unser Bestreben, die Truppe zusammenzuhalten. Wenn uns das gelingt, wird es mit der Rhenania auch wieder aufwärts gehen. Ob mit mir als Trainer oder Co-Trainer, das ist noch nicht entschieden". HERBERT GRASS

(RP)