Fußball-Mittelrjeinliga : Beeck will Tabellenführung behalten

Zum Hinrundenabschluss steigt im Waldstadion noch mal ein Spitzenspiel. Dann heißt es Erster gegen Dritter, denn Gegner SV Siegburg mischt überraschend vorne mit. Für den Titel kommen aber wohl nur Beeck und Düren in Frage.

Seit dem fünften Spieltag grüßt der FC Wegberg-Beeck in der hierzulande höchsten Amateurliga als Tabellenführer. Am letzten Hinrundenspieltag soll sich nach Vorstellung von Michael Burlet daran auch nichts mehr ändern. „Natürlich wollen wir nun auch als Tabellenführer überwintern“, bekräftigt Beecks Coach. Bereits mit einem Remis wäre das gesichert - auf den großen Rivalen 1. FC Düren hat Beeck drei Zähler Vorsprung. Nur: Unentschieden hat Beeck in dieser Saison noch gar nicht gespielt - und eine Punkteteilung ist auch am Sonntag (Anstoß 14.30 Uhr) nicht das Ziel der Kleeblätter. „Klar wollen wir gewinnen. Dafür müssen wir aber noch mal alles reinwerfen, denn Siegburg steht nicht von ungefähr so weit oben“, sagt Trainer Michael Burlet.

Dass dies der Fall ist, ist angesichts der vergangenen Saison aber schon sehr überraschend. Da standen die Siegburger lange Zeit auf einem Abstiegsplatz, gewannen 15-mal in Serie nicht. Ausgerechnet gegen Beeck fanden sie dann jedoch in die Spur zurück, siegten gegen klägliche Gäste 2:0 - für den FC eindeutig der Tiefpunkt der vergangenen Saison. Für den SV war dieses Spiel dagegen der Auftakt zu recht erfolgreichen Wochen, die mit dem lange Zeit nicht mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt endeten.

Das Gesicht der Mannschaft hat sich gegenüber der Vorsaison aber gehörig geändert. „Der SV setzt seitdem sehr auf die Asien-Karte“, erläutert Burlet. Womit in erster Linie Japaner gemeint sind. Und an der Seitenlinie steht in Gestalt des erst 32-jährigen Bünyamin Kilic auch ein neuer Trainer. Im Hintergrund wirkt in Person von Oliver Bonato zudem ein umtriebiger Sportlicher Leiter.

Bei allem Respekt vor Siegburg: Ein „echtes“ Spitzenspiel ist es dennoch nicht - dafür ist der Abstand zwischen den beiden Teams einfach schon zu groß, trennen die Kontrahenten bereits zwölf Punkte. Darsu ergibt sich, dass Meisterschaft und Aufstieg Beeck und Düren unter sich ausmachen dürften. „Wenn wir in der Rückrunde nicht von ganz großem Verletzungspech heimgesucht werden, wollen wir natürlich bis zum Ende auch um den Titel mitspielen“, bekräftigt Burlet. Seit der Demontage im Gipfeltreffen, das ein entfesselt aufspielendes Beeck 4:1 in Düren gewann, hat der 1. FC nichts mehr liegenlassen, alle vier Partien gewonnen. Da Beeck umgekehrt einmal strauchelte (0:2 in Pesch), beträgt der Vorsprung der Schwarz-Roten eben nur drei Punkte - und das trotz äußerst bemerkenswerter 36 Punkte aus 14 Spielen.

Wie weit Beeck und Düren der Konkurrenz schon enteilt sind, verdeutlicht nicht nur der gewaltige Vorsprung auf den Dritten Siegburg. Fast noch krasser sind ein paar andere Zahlen. Denn gegenüber dem FC Hennef, der vor der Saison allgemein als dritte Kraft gehandelt worden war, hat Beeck bereits 14 Punkte mehr auf dem Konto. 16 sind es auf den ewigen Rivalen Borussia Freialdenhoven, gar 20 auf den eigentlich so spielstarken FC Hürth - die beiden letzteren Teams sind traditionell ebenfalls Kandidaten fürs obere Drittel. „Auch diese Zahlen verdeutlichen doch, dass wir keine so schlechte Mannschaft haben“, unterstreicht Burlet.

Und weil das so ist, fordert der Beeck-Coach auch nicht auf Teufel komm raus Zugänge in der Winterpause. „Noch ist da gar nichts in Sicht. Und wir werden da auch nur was machen, wenn es in jeglicher Hinsicht passt.“ Ganz sicher ist dagegen schon mal der Trainingsbeginn im Winter: Ab Dienstag, 21. Januar, bereitet sich der FC auf die Rückrunde vor, die am 1. März mit dem Heimspiel gegen die Spvg. Frechen beginnt. Ein früherer Trainingsauftakt ist nicht nötig - das wäre aber der Fall gewesen, wenn Beeck noch im Mittelrheinpokal beschäftigt wäre. Denn das Viertelfinale wird Karnevalssamstag (22. Februar) gespielt. Das aber hat der FC beim 1:4 in Friesdorf eben leichtfertig verspielt.