Fußball-Regionalliga : Beeck verpflichtet Stürmer Jannik Mause

Der FC Wegberg-Beeck hat sich mit Jannik Mause verstärkt. Der 22-Jährige wird bereits am Samstag beim Spiel auf Schalke dabei sein. Etliche FC-Akteure sind verletzt.

 Viele angeschlagene und verletzte Akteure, dazu noch ein aussortierter Spieler, umgekehrt aber auch ein ganz neuer Angreifer: So stellt sich die Personalsituation beim FC Wegberg-Beeck vor der Partie am Samstag im umgebauten Parkstadion bei der U 23 des FC Schalke 04 dar.

Der neue Stürmer ist Jannik Mause. Der 22-Jährige hat am gestrigen Donnerstag seinen Vertrag beim Ligarivalen SV Rödinghausen aufgelöst, nachdem er sich zuvor schon mit Beeck über einen Vertrag bis zum Saisonende einig geworden war. Mause kommt zwar vom gut 260 Kilometer vom Beecker Waldstadion entfernten Rödinghausen, doch seine familiären und auch fußballerischen Wurzeln hat der zwölffache deutsche U18-Nationalspieler im gerade mal 28 Kilometer von Beeck entfernten Setterich, einem Ortsteil von Baesweiler.

Beim dortigen SC Setterich lernte er auch das kleine Fußballeinmaleins. Weitere Jugendstationen waren danach Germania Dürwiß, Hertha Walheim und Roda Kerkrade, ehe er in der B-Jugend zum 1. FC Köln wechselte. 2016 ging er zur U19 des FSV Mainz. Von 2017 bis 2019 kickte er für die FSV-Zweite in der Regionalliga Südwest, dem eine Saison in derselben Liga beim TSV Steinbach Haiger folgte. Im Sommer 2020 wechselte er dann nach Rödinghausen. Dort kam er in der laufenden Saison 16 Mal zum Einsatz und schoss zwei Tore – eines davon am 23. September zum 2:0-Endstand ausgerechnet in Beeck.

„Jannik wird uns mit seinen Qualitäten sicher weiterhelfen und ist zudem ein Junge aus dem Umland. Das passt also“, erläutert Beecks Sportlicher Leiter Friedel Henßen, der den Deal eingefädelt hatte. Der Name Mause hat im Kreis Heinsberg auch einen guten fußballerischen Klang. Denn Janniks Vater Bernd Mause, ein technisch versierter Mittelfeldakteur, spielte viele Jahre für den Oberbrucher BC, gehörte dort zur großen Verbandsligamannschaft der 90er Jahre unter Trainer Peter Moll.

Während mit Mause also ein neuer Stürmer da ist, ist ein anderer nun auch offiziell auf dem Abstellgleis: Gökan Lekesiz (30), im Sommer 2020 von Straelen gekommen, kam beim FC nicht über die Rolle eines Reservisten hinaus, kam in der Liga nur als Einwechselspieler zum Zuge (acht Einsätze). „Gökan spielt in unseren Planungen keine Rolle mehr“, bestätigt auf Nachfrage Trainer Michael Burlet.

Der muss auf Schalke auf etliche Spieler verzichten: Neben den Langzeitverletzten Yannik Filipovic und Brooklyn Merl konnten diese Woche auch die drei Leistungsträger André Mandt (Bänderverletzung), Kapitän Maurice Passage (Rippenprellung) und Marvin Brauweiler (anhaltende Knie-Probleme, MRT am Montag) sowie auch Tom Meurer (muskuläre Probleme) nicht trainieren.

Und Evangelos Skraparas, der vergangenen Samstag aus der beiderseits sehr verbissen geführten Partie gegen den SC Wiedenbrück (2:0) bei einem Ellenbogenschlag seines Gegenspielers einen Nasenbeinbruch davongetragen hatte, wird am heutigen Freitag operiert. Dazu fehlt der letztmals gesperrte Nils Hühne.

„Auch wenn auf Schalke also viele fehlen werden: Ich jammere nicht, denn die Jungs, die auflaufen werden, genießen mein vollstes Vertrauen“, versichert Burlet – und schiebt schmunzelnd hinterher: „Die erste Elf, die spielt, ist auch immer die beste.“