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FC Wegberg-Beeck verliert trotz guter Leistung mit 0:2 gegen die U23 des BVB

Fußball-Regionalliga : Bis zur 87. Minute hält Beecks Abwehr gegen den BVB

Der FC Wegberg-Beeck muss sich dem haushohen Favoriten Borussia Dortmund am Ende mit 0:2 geschlagen geben. Mittelfeldspieler Meik Kühnel wurde trotz guter Leistung am Ende zur tragischen Figur.

Keine große Rolle hatte Beecks Meik Kühnel in der jüngeren Vergangenheit beim alten Trainer Michael Burlet gespielt, er gehörte zuletzt noch nicht einmal zum 18er-Kader. Der neue Trainer Mark Zeh beförderte ihn bei seinem Einstand im Heimspiel gegen Tabellenführer Borussia Dortmund U 23 von der Tribüne gleich in die Startelf – und Kühnel dankte es mit einer starken Vorstellung, er gewann auch das Gros seiner Zweikämpfe.

Dennoch avancierte der 26-Jährige bei der 0:2-Niederlage am Ende zur tragischen Figur: In der 87. Minute verschuldete er den Elfmeter zum 0:1, und zwei Minuten später vergab er nach einer Freistoß­flanke André Mandts, bei der sich zwei Dortmunder gegenseitig behinderten, die unverhoffte große Ausgleichschance, verfehlte aus freilich auch schon etwas spitzem Winkel das leere Tor. Per Konter erhöhte Florian Krebs in der Nachspielzeit noch auf 2:0.

„Das war für mich natürlich brutal unglücklich, zumal ich bei dem Foul gar nicht den ballführenden Spieler, sondern einen anderen getroffen habe“, merkte Kühnel zur spielentscheidenden Szene an. Der Gefoulte war Richmond Tachie – und der verwandelte den berechtigten Elfmeter (es gab auch keinerlei Proteste) dann auch selbst.

In der ersten Halbzeit hatte Beeck, von Zeh prächtig eingestellt, dem haushohen Favoriten vollauf Paroli geboten. Auch wenn Dortmund weitaus mehr Ballbesitz hatte, gestalteten die Hausherren die Partie offen, ließen bis auf einen Tachie-Kopfball nach einer Ecke (26.) so gut wie nichts zu. Umgekehrt hatte Jannik Mause großes Pech mit einem wuchtigen Flatterball aus gut 25 Metern: Der Ball senkte sich an die Latte – Keeper Luca Unbehaun reagierte bei diesem sich spät senkenden Ball gar nicht (31.).

Nach der Pause intensivierte der BVB den Druck, ohne im Abschluss besonders zwingend zu werden – und wenn, war Keeper Stefan Zabel zur Stelle, so vor allem bei einer Doppelchance (52.). Beeck konnte umgekehrt aber auch nicht mehr für sonderlich viel Entlastung sorgen, verschenkte etliche gewonnene Bälle im Ansatz wieder.

„Bei Ballbesitz müssen wir ruhiger werden. Auf alle Fälle haben wir aber Mentalität und Herz gezeigt, auch wenn wir in der zweiten Halbzeit die Reihen nicht mehr so geschlossen bekommen haben“, analysierte Zeh. Der stand das gesamte Spiel über an der Seitenlinie, gab immer wieder kurze, klare und konkrete Anweisungen hinsichtlich Laufwege, Stellungs- und Positionsspiel.

„Wir haben alles reingeworfen. Es ist brutal, am Ende so zu verlieren, aber auf diese Leistung können wir aufbauen“, bilanzierte Kapitän Maurice Passage. Der hatte selbst großartig gekämpft, keinen Ball verloren gegeben und mit dieser Einstellung die anderen mitgerissen. Er ging als Spielführer voran. Bärenstark agierten aber zum Beispiel auch die Innenverteidiger Sebastian Wilms und Nils Hühne.

Bereits am Mittwoch steht das Nachholspiel beim SV Rödinghausen an – ohne Wilms und Evangelos Skraparas, die beide ihre fünfte Gelbe Karte sahen. Dazu trauert Beeck um seinen früheren langjährigen Torwart Karl-Josef Wirtz, der vergangene Woche im Alter von 66 Jahren verstorben ist.

Beeck: Zabel – Passage, Hühne, Wilms, Meurer – Geerkens (90. Filipovic), Kühnel, Mandt, Post (64. Kabambi) – Hasani (70. Skraparas), Mause (57. Kleefisch)