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FC Wegberg-Beeck verliert mit 0:5 bei Rot-Weiß Oberhausen

Fußball-Regionalliga : Beecker Herrlichkeit währt nur bis zum 0:1

Nach einem sehr ordentlichen Beginn kam der FC bei Rot-Weiß Oberhausen noch unter die Räder – Endstand 0:5. Coach Michael Burlet ärgerte sich über viele einfache Fehler und räumte ein, vielleicht zu offensiv aufgestellt zu haben.

„Wir werden in Oberhausen auf Sieg spielen. Denn mit Remis kommt man in dieser Liga auf Dauer nicht weiter“ – das hatte Michael Burlet, Trainer des FC Wegberg-Beeck, vor dem Rückrunden-Auftakt im Niederrhein-Stadion bei RWO angekündigt. Wie ernst es ihm damit war, bewies der 56-Jährige dann mit der Aufstellung: Mit Shpend Hasani und Manuel Kabambi im Zentrum sowie Jan Bach und Jeff-Denis Fehr auf den Außenbahnen nominierte er vier durchweg offensiv ausgerichtete Akteure für die Anfangsformation.

Doch nicht nur die Aufstellung war offensiv, sondern auch die Einstellung. Denn nicht etwa RWO drückte von Beginn an auf die Tube, sondern der Gast. In der ersten Viertelstunde war Beeck – sicherlich ein wenig überraschend – klar tonangebend, setzte sich in Oberhausens Hälfte fest, spielte mutig und durchdacht nach vorne, kam bevorzugt über die linke Seite. Fehr kam auch rasch zu einem nennenswerten Abschluss – der Ball flog nur knapp über den Balken (4.). „In der Anfangsviertelstunde habe auch ich uns besser als den Gegner gesehen“, meinte Burlet.

Wie aus dem Nichts gelang RWO dann aber die Führung. Bei einem Pass Bastian Müllers in die Tiefe stand Tom Meurer falsch, Shaibou Oubeyapwa lief darauf alleine auf Keeper Stefan Zabel zu und tunnelte diesen zum 1:0 (16.). „Mit diesem Tor ist bei uns alles wie bei einem Kartenhaus zusammengefallen“, analysierte Burlet – und ärgerte sich fortan über „viele einfache Fehler, die mit Regionalliga nichts zu tun hatten. Da fehlte in der Verteidigung jegliche Kompaktheit“.

Recht einfach konnte so RWO-Sturmtank Sven Kreyer kurz darauf auch schon einen Doppelpack schnüren – seine Saisontreffer sieben und acht. Zunächst durfte er unbehelligt eine flache Hereingabe Shun Teradas aus kurzer Distanz über die Linie drücken (24.), dann vollendete er eiskalt, nachdem ihm der Ball mit unfreiwilliger Beecker Unterstützung vor die Füße gerollt kam (31.). Womit Oberhausen aus vier Chancen bis zur Pause drei Tore gemacht hatte. Kurz darauf musste sich RWO-Keeper Robin Benz bei einem Flachschuss Marvin Brauweilers einmal strecken – Beecks letzter erwähnenswerter Torschuss der gesamten Partie (34.).

Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt. RWO schaltete frühzeitig zwei Gänge runter, und Beeck blieb bis zum Ende zwar bemüht, aber harmlos im Spiel nach vorne. Shun Terada von der Strafraumgrenze (65.) und Raphael Steinmetz aus kürzester Distanz mit dem Schlusspfiff sorgten dann noch für Beecks höchste Saisonniederlage.

„Die zweite Halbzeit hatte ja mehr Freundschaftsspielcharakter“, urteilte Burlet. Und generell merkte er noch an: „Einige bei uns haben wohl gedacht, dass es einfach so weitergehen würde wie in der Hinrunde. Von daher ist dieses 0:5 vielleicht sogar ein rechtzeitiger Schuss vor den Bug. Wir müssen uns wieder auf die Grundtugenden besinnen. Und vielleicht habe ich auch zu offensiv aufgestellt.“

Zufrieden war zwangsläufig sein RWO-Kollege Mike Terranova: „Wir haben zu den richtigen Zeitpunkten die Tore gemacht. Zunächst war ja sogar jeder Schuss drin. Ich habe schon oft die mangelnde Chancenverwertung kritisiert. Heute waren wir endlich einmal richtig effektiv.“