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FC Wegberg-Beeck: Justin Hoffmanns kommt von Borussia Mönchengladbach

Unter Hecking war er im Bundesliga-Kader : Ex-Borusse Hoffmanns wechselt zu Wegberg-Beeck

Der Regionalliga-Aufsteiger FC Wegberg-Beeck verpflichtet kurz vor Saisonstart zwei weitere Akteure. Für die Defensive kommt der Ex-Borusse Justin Hoffmanns, aus Straelen Manuel Kabambi.

Mit seinem Kumpel Florian Heister, Zweitliga-Profi beim SSV Jahn Regensburg, hat der Mönchengladbacher Justin Hoffmanns kürzlich in Neuss-Reuschenberg den Foodladen „Bowl-Brothers“ eröffnet. Genügend Zeit, sich in die Materie einzuarbeiten, hatte der 23-Jährige zuletzt auch – nicht nur wegen Corona. Denn nach 15 Fußballer-Jahren bei Borussia Mönchengladbach (die letzten davon in der U23 in der Regionalliga) war für Hoffmanns im Sommer Schluss bei Borussia.

Hoffmanns hat nun aber nicht nur ein berufliches Standbein gefunden, sondern auch einen neuen Verein: Ab sofort spielt der Außenverteidiger für den FC Wegberg-Beeck – und damit in der direkten Nachbarschaft zur Borussia. „Justin wohnt in Mönchengladbach, hat vor kurzem den Laden eröffnet und wollte daher am liebsten für den Fußball auch nicht umziehen – das muss er bei uns auch nicht“, erläutert Beecks Sportlicher Leiter Friedel Henßen.

In der Regionalliga kam Hoffmanns für Borussia insgesamt 60-mal zum Einsatz. Unter Trainer Dieter Hecking stand er zudem viermal im Kader der Profis. Hoffmanns unterschrieb in Beeck einen Vertrag bis zum Saisonende. Er schließt die Lücke, die Jasper Löffelsend hinterlassen hat. Denn der Neuzugang vom FC Hennef verabschiedete sich nach nur drei Wochen wegen eines dann erhaltenen Stipendiums in die USA.

Hoffmanns ist aber nicht Beecks einzige Spätverpflichtung vor dem Saisonstart, der am 5. September mit dem Heimspiel gegen Aufstiegsaspirant RW Oberhausen erfolgen soll. Denn auch für die Offensive haben die Kleeblätter noch mal nachgelegt: Von Mitaufsteiger SV Straelen kommt Manuel Kabambi. In der vergangenen Saison spielte der 25-Jährige aber noch für Mittelrheinligist FC Hürth, erzielte dabei in 16 Einsätzen neun Tore. Der 1,92 Meter große Angreifer kann sowohl auf den Außenbahnen als auch im Sturmzentrum eingesetzt werden. „Auf alle Fälle ist er als Unterstützung für unseren Torjäger Shpend Hasani gedacht“, erläutert Henßen. Kabambi unterschrieb beim FC gleich für zwei Jahre.

„Stand heute sind unsere Planungen damit abgeschlossen“, sagt Henßen. 24 Mann umfasst der Kader nun. Zählt man die Winterzugänge Yannick Filipovic und Meik Kühnel zu den Neuzugängen (was man angesichts nur eines Spiels nach der Winterpause getrost tun kann), ist das Verhältnis zwischen alten und neuen Spielern zahlenmäßig genau ausgeglichen: zwölf zu zwölf.

Der für diesen Sonntag geplante Abschlusstest beim letztjährigen großen Aufstiegsrivalen und frischgebackenen Mittelrheinpokalsieger 1. FC Düren (letzten Samstag 1:0 gegen Alemannia Aachen) fällt für Beeck allerdings aus. „Wegen des DFB-Pokalspiels gegen Bayern München werden bei den Dürenern ab Donnerstag Corona-Tests durchgeführt. Die dürfen ab dann auch kein Spiel mehr bestreiten – Vorgabe vom DFB“, erläutert Henßen. Ein Ersatzgegner wird gesucht.

Zufrieden ist Heßen in Beeck auch mit der Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung: „Ich führe ja die wegen Corona erforderliche Anwesenheitsliste. Die Beteiligung liegt wirklich nahezu bei 100 Prozent.“