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FC Wegberg-Beeck gewinnt Topspiel der Mittelrheinliga 3:0

Bergisch Gladbach : 3:0 im Topspiel – FC nun allein auf weiter Flur

Mittelrheinliga: Beeck ist nach dem souveränen Erfolg in Bergisch Gladbach vorzeitig Herbst- und Wintermeister. Hasani trifft dreimal.

Bereits Mitte November Herbst- und Wintermeister zu sein: Dieses Kunststück ist dem FC Wegberg-Beeck seit gestern Nachmittag nicht mehr zu nehmen. Da gewannen die Kleeblätter vor 300 Zuschauern in der Bergisch Gladbacher Belkaw-Arena das Topspiel beim SV völlig souverän mit 3:0, fuhren damit den neunten Sieg in Serie ein, gewannen ihr zwölftes von insgesamt 13 Spielen, brachten dem SV die erste Heimniederlage bei und sind selbst weiterhin ungeschlagen.

Lohn für all diese Bestmarken: Der FC hat nun satte elf Punkte Vorsprung auf Bergisch Gladbach, das weiterhin erster Beecker Verfolger und neben dem FC wohl auch der einzige Mittelrheinligist ist, der sich für die Regionalliga bewerben wird.

„Es klingt zwar ein bisschen blöd, wenn man nach dem 13. Spieltag schon von einer Vorentscheidung im Meisterschaftsrennen spricht, aber ich weiß nicht, wer Beeck noch einholen soll. Dafür ist diese Truppe zu erfahren und zu abgezockt“, merkte Gladbachs Coach Helge Hohl zur grundsätzlichen Situation an. Und zum Spiel selbst sagte er: „Wir haben es zu keinem Zeitpunkt geschafft, Beeck weh zu tun. Das war für den FC ein klar verdienter Sieg. Der ist eben auch eine echte Spitzenmannschaft – uns dagegen fehlt dazu noch einiges. Wir werden unseren Weg aber weitergehen.“

Matchwinner gab es auf Beecker Seite gleich mehrere. So Stürmer Shpend Hasani, der alle drei Tore erzielte – seine Saisontreffer sieben bis neun (siehe Info). So Innenverteidiger Nils Hühne, der wirklich alle Zweikämpfe gewann, auch jedes Kopfballduell für sich entschied und zudem immer richtig stand – eine Eins mit Sternchen. So Yannik Leersmacher, der für den wegen eines Blutergusses im Knie kurzfristig ausgefallenen Sascha Tobor ins Team rückte, auf der Zehn sofort drin im Spiel war (Marius Müller spielte dafür links in der Kette). Zur Krönung bereitete Leersmacher mustergültig die beiden ersten Beecker Chancen durch Thomas Lambertz (17.) und Hasani (23.) vor. Beide scheiterten dann jeweils an Keeper Michael Cebulla.

So aber auch Keeper Stefan Zabel, der zwar wenig geprüft wurde, aber wenn, dann war 100-prozentig Verlass auf ihn. Das galt vor allem für die 52. Minute, als er beim Stand von 1:0 einen platzierten Schuss des zur Pause eingewechselten Fabian Djemail mit den Fingerspitzen noch um den Pfosten drehte. „Dafür bin ich doch auch da“, kommentierte er seine Großtat nachher trocken.

Im direkten Gegenzug fiel das vorentscheidende 2:0 (53.). „Das war die Schlüsselszene. Statt des möglichen 1:1 machen wir das 2:0“, analysierte FC-Coach Friedel Henßen und stellte stolz fest: „In Freialdenhoven hatten wir schon ein großes Ausrufezeichen gesetzt. Heute sind zwei fette dazugekommen.“

Was Kapitän Maurice Passage ganz ähnlich sah: „Wir wollten nach dem Sieg im Clásico in Freialdenhoven diese Topspielwoche mit einem weiteren Sieg vergolden, und das ist uns auf eindrucksvolle Weise auch gelungen. Ich hätte freilich nicht gedacht, dass wir hier so locker gewinnen würden.“ Und zu Hasani merkte er an: „Shpend hat nun wieder die Form, die er im Herbst vergangenen Jahres hatte. Fünf Tore in diesen beiden Topspielen: Das ist wirklich mal eine Ansage von ihm.“ Nur noch ein Treffer trennt Hasani vom mit zehn Toren in der Torjägerliste führenden Gladbacher Metin Kizil. Der hatte gestern in der 41. Minute großes Glück, dass er, bereits gelbverwarnt, nach einer harten Attacke gegen Hühne nicht vom Platz flog.

Beeck: Zabel – Passage, Wilms, Hühne, Müller – Chakroun, Drevina – Lambertz, Leersmacher, Fujiyoshi (46. Post, verletzt, 74. Iohara) – Hasani (90. Jankowski)