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FC Wegberg-Beeck: Fragwürdiger Elfmeter bringt Beeck um einen Punkt bei Borussia Dortmund U23

Fußball-Regionalliga : Strafstoß bringt FC um Bonuspunkt

Bis zur 83. Minute hält ein stark aufspielender FC Wegberg-Beeck bei Tabellenführer Borussia Dortmund U23 ein 2:2. Ein fragwürdiger Foulelfmeter führt dann zum 3:2-Sieg des Favoriten. Mittwoch kommt Oberhausen nach Beeck.

Werner Tellers platzte der Kragen: „Erst in Wiedenbrück die unberechtigte Rote Karte für Nils Hühne, nun dieser Elfmeter: Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage sind wir beschissen worden“, sagte Beecks Macher und stapfte wütend von dannen.

In der Tat war in der 83. Minute der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Martin Tietze für Gastgeber Borussia fragwürdig gewesen: Nach einem harmlosen Zweikampf mit Beecks Marvin Brauweiler, der souverän für den nur ein Spiel gesperrten Hühne in der Innenverteidigung spielte, ging Dortmunds eingewechselter Alaa Bakir zu Boden. Taylan Duman nutzte den Elfmeter zum 3:2 – das Ende der Hoffnungen auf einen Bonuspunkt für Beeck.

„Wir haben uns ligatauglich gezeigt“, befand nach der bislang besten Saisonleistung gewohnt nüchtern Beecks Coach Michael Burlet. Der Elfmeter sei aber sicherlich keiner gewesen. „Doch umgekehrt gebe ich zu, dass man Manuel Kabambis Einsatz vor dem 2:2 auch hätte abpfeifen können.“ Da hatte Beecks Neuzugang Dortmunds Niklas Dams den Ball abgeluchst, Keeper Stefan Drljaca umkurvt und dann den Ball ins leere Tor geschossen (76.). Es war bereits Kabambis zweites Tor, denn zuvor hatte der Stürmer auch schon zum 1:1 getroffen. Es war ein Treffer, bei dem Dortmund tatkräftig mithalf: Keeper Drljaca brachte mit seinem Zuspiel Kollege Richmond Tachie in Bedrängnis, Beecks Blitzverpflichtung Evangelos Skraparas ging bei seinem Startelf-Debüt entschlossen dazwischen, bediente Kabambi, und der traf aus spitzem Winkel ins verwaiste Tor (23.).

Drei Minuten zuvor war der BVB seinerseits durch ein halbes Eigentor in Führung gegangen: Beecks Tom Meurer legte für Steffen Tigges auf, der den Ball im Netz versenkte (20.). Sekunden vor dem Pausenpfiff hätte Tigges bei einer Ecke fast erneut getroffen – sein Kollege Lennard Maloney verhinderte dies mit einer unfreiwilligen Rettungsaktion. Zuvor hatte Cebrail Makreckis Dortmunds größte Chance zur erneuten Führung vergeben (31.).

Nach der Pause wurde Beeck noch mutiger, spielte couragiert nach vorne und wusste sich immer wiederg gekonnt aus dem Dortmunder Pressing zu befreien. Riesenglück hatte der BVB nach einer knappen Stunde: Eine Meurer-Flanke, bei der sich Keeper Drljaca verschätzte, köpfte Jeff-Denis Fehr aus kurzer Distanz an die Lattenunterkante (58.). Kurz darauf nutzte die Borussia ihre erste Chance in der zweiten Hälfte zur erneuten Führung: Florian Krebs spielte eine Ecke an die Strafraumgrenze zu Duman, der den Ball sehenswert volley Richtung Tor drosch – Franz Pfanne warf sich in den Schuss und lenkte ihn zum 2:1 ins Tor (63.).

Beeck schüttelte sich kurz – und kam entschlossen zurück. Selbiges galt auch nach dem folgenden Elfer-Nackenschlag. Am Ende drückte der FC den BVB in die eigene Hälfte. „Noch mehr als über den Elfmeterpfiff kann ich mich darüber aufregen, dass der Schiri dann viel zu früh abgepfiffen hat“, monierte Burlet, während sein Dortmunder Kollege Enrico Maaßen einfach über den späten Dreier froh war. Zum Gegner merkte er an: „Beeck hat sehr stabil gespielt.“ Dortmunds Kapitän Tigges befand: „Beeck hat uns das Leben richtig schwer gemacht.“

Bereits am Mittwoch ab 19.30 Uhr geht es für Beeck weiter mit dem ersten von zwei Heimspielen innerhalb einer Woche: Im Nachholspiel ist zunächst Rot-Weiß Oberhausen zu Gast das überraschend schwach in die Saison starteten. Am Samstag, 14 Uhr, folgt dann die Partie gegen den niederrheinischen Mitaufsteiger SV Straelen. Für beide Partien können via E-Mail unter Angabe von Namen, Adresse und Telefonnummer Karten bestellt werden – für RWO unter ticketingoberhausen@fcwb1920.de, für den SV Straelen unter ticketingstraelen@fcwb1920.de.