Volleyball : EVV-Mädels zittern sich zum Tiebreak-Sieg

Volleyball: Im Kellerduell der Verbandsliga behalten die Erkelenzerinnen gegen KT Köln mit 3:2 die Oberhand. Jetzt trennen die abstiegsbedrohten Konkurrenten nur noch einen Punkt voneinander.

Rote Nase, zweifarbige Ringelsocken, schwarze Streifen auf der Wange, ein paar Luftschlangen am Scoreboard und "Maak Mött" als Schlachtruf - das war die Hommage der Verbandsliga-Volleyballerinnen des Erkelenzer VV am Samstagabend an Karneval. Doch trotz der karnevalistischen Ausgelassenheit wussten die Mädels von Trainer Rudi Ritz offensichtlich genau, worum es im Kellerduell gegen KT Köln ging: Nach mehr als zweieinhalb nervenaufreibenden Stunden setzte sich der EVV am Ende glücklich mit 3:2 (25:20, 19:25, 26:28, 29:27, 15:9) durch und verkürzt damit den Abstand zu den Kölnerinnen - die den ersten Nichtabstiegsplatz innehaben - auf einen Punkt.

Bis zum Happy End strapazierten die Erkelenzerinnen allerdings ganz ordentlich die Nerven ihres Trainers und ihrer Fans. "Dieser Abend war mal wieder nichts für schwache Nerven", brachte es Margrit Krohn - Mutter von EVV-Zuspielerin Melanie Krohn - treffend auf den Punkt, die auf der Tribüne der Karl-Fischer-Halle mitfieberte.

Dabei hatte es am Anfang danach ausgesehen, als würde der EVV kurzen Prozess machen mit den Gästen aus der Domstadt: Mit 6:0 lagen die Erkelenzerinnen in Front, hatten die Partie im Griff. Doch dann sollte sich das Blatt wenden: KT glich beim 11:11 erstmals aus, hielt bis zum 17:17 mit, ehe Evi Herrmann mit einem Ass den Satzgewinn unter Dach und Fach brachte.

Offensichtlich wurde zu diesem Zeitpunkt allerdings schon, dass Köln ins Spiel gefunden hatte und es keinesfalls ein Spaziergang für den EVV werden würde. Satz Nummer zwei ging relativ schnell an KT, im dritten Satz waren es dann wieder die Gastgeberinnen, die spielbestimmend waren - mit sechs Punkten lag der EVV zwischenzeitlich in Front. Doch die Führung sollte nicht reichen: Mit ihrem dritten Satzball holten sich die Gäste den Durchgang. Und auch der vierte Satz verlief ähnlich: Wieder erarbeitete sich der EVV einen klaren Vorsprung - und wieder waren es die Kölnerinnen, die aufholten und in Führung gingen. Doch dieses Mal konnten sie keinen ihrer drei Matchbälle verwandeln. "Den dritten Satz hätten wir nicht verlieren - und den vierten nicht gewinnen dürfen", sagte Rudi Ritz, "im fünften waren wir dann einfach besser." Und so fuhr der EVV zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt ein.

(RP)