Erkelenz: Volleyball-Senioren des EVV nutzen Heimvorteil

Westdeutsche Meisterschaften in Erkelenz : EVV-Senioren nutzen Heimvorteil

Volleyball: Bei den Westdeutschen Meisterschaften in der Erka-Halle wird die Ü 47 des Ausrichters Dritter.

Sie springen vielleicht nicht mehr ganz so hoch wie früher und bewegen sich auch nicht mehr ganz so schnell, doch an Technik und Taktik haben sie nichts eingebüßt, so dass es immer noch recht ansehnlich ist, was die Volleyball-Senioren bei den Westdeutschen Meisterschaften in der Erka-Halle auf das Feld brachten. In drei Altersklassen kämpften die Teams aus ganz NRW um die Titel – und mittendrin, statt nur dabei, waren auch die Lokalmatadoren des EVV in der Ü 47, für die das Turnier erfolgreich mit dem dritten Rang endete.

Die Ü 47-Herren spielten in zwei Gruppen von je drei Teams – und schon am ersten Tag war erkennbar, dass der Gastgeber sich etwas vorgenommen hatte. Im ersten Spiel wurde der SSV Hamm deutlich mit 2:0 (25:18, 25:19) geschlagen, wobei das Team des EVV durch mannschaftliche Geschlossenheit und ein schnelles, attraktives Spiel den Gegner und sich selbst überraschte. Gegen das Bill-Collins-Memorial-Team – das gegen Hamm drei Sätze zum Sieg benötigt – gab es für den EVV hingegen einen Dämpfer. Insbesondere der erste Satz, der in veränderter Aufstellung gespielt wurde, ging klar mit 14:25 verloren und auch Satz zwei, der zwar etwas besser lief, reichte es nicht, um eine Wende herbeizuführen. (22:25). Trotz der 0:2-Niederlage war der zweite Platz in der Gruppe erreicht und der Einzug in die Ko-Runde gesichert.

Die Ü 47 des Erkelenzer VV nutzte ihren Heimvorteil und sicherte sich bei den Westdeutschen den dritten Platz. Foto: Erkelenzer VV

Am zweiten Turniertag ging es im Halbfinale gegen den Seriensieger (16 Titel) DJK TuS Hürth eher holprig los. Die Partie wurde klar mit 0:2 verloren (12:25, 17:25), so dass nun Platz drei das neue Ziel der Erkelenzer war. Der Verlierer des Parallelspiels, der SV Neptun Aachen, war einer der ältesten Bekannten und Freunde der EVV-Oldies. In vielen denkwürdigen Spielen stand man sich bereits gegenüber und meist hatte am Ende Neptun die Nase vorn. Und so sah es auch diesmal zu Beginn aus. Denn die Aachener starteten selbstbewusst und zeigten, dass sie ein eingespieltes Team sind, das viele Jahre in fast gleicher Formation in verschiedenen Ligen von Bezirks- bis Verbandsliga gespielt hat. So ging der erste Satz mit 25:20 nach Aachen. Das Gefühl, wieder einmal vorn zu liegen, verflog aber schnell, als der EVV in die Spur fand und mit der dann gefundenen Aufstellung den zweiten Durchgang sehr sicher und überzeugend mit 25:17 für sich entschied. So ging es in den Tiebreak. Hier zeigte sich das Team des Erkelenzer VV hungriger und konditionell stärker. Ohne die Führung noch einmal abzugeben, wurden bei 8:5 die Seiten gewechselt und der EVV ließ den Gegner nicht mehr herankommen. Der Satz ging mit 15:10 an Erkelenz, das damit Platz drei erreichte; die bisher beste Platzierung in der jetzt vierjährigen Geschichte der Teilnahme an den Ü 47-Meisterschaften.

(RP)