Nachruf : Trauer um Albert Eßer

„Mister Sportabzeichen“ aus Erkelenz wurde 91 Jahre alt.

Den 90. Geburtstag hat er noch in familiärer Runde, zu der auch der Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen aus dankbarer Verbundenheit gestoßen war, gefeiert. Den 92. hat er nicht mehr ganz geschafft  – friedlich ist der als „Mister Sportabzeichen“ bekannte Albert Eßer (Foto: pke) am Mittwoch für immer eingeschlafen. Nun trauert Erkelenz um seinen vielleicht größten dem Sport ganz eng verbundenen Sohn der Stadt. Die Trauerfeier für Albert Eßer findet am Freitag, 6. Dezember, um 10 Uhr in der St. Lambertus-Pfarrkirche statt.

Albert Eßer. Foto: Kerkhoff, Peter (pke)

Der Ehrenvorsitzende des TV Erkelenz, dem er seit seiner Kindheit angehörte, wurde zu Lebzeiten hoch dekoriert, ist Träger des von Bundespräsident Roman Herzog verliehenen Bundesverdienstkreuzes und der Ehrennadel der Stadt Erkelenz, in der er 1999 zum Sportler des Jahres und 2008 für sein Lebenswerk als Ehrenamtler des Jahres gewählt wurde.

Als aktiver Sportler betrieb Eßer Faustball, Feldhandball, war Schwimmer, Turner und Leichtathlet, betätigte sich 45 Jahre als Übungsleiter  und Prüfer zum Sportabzeichen, dessen 50. Prüfung er selbst  noch mit 84 Lenzen absolvierte.

Die über den Sport aufgesogene Energie und Kraft investierte Eßer zunächst als Verkaufsingenieur für die Erkelenzer Firma Hegenscheidt, später dann auch als Funktionär für den ETV: Dort war er zwölf Jahre Abteilungsleiter Leichtathletik, je sechs Jahre Wanderwart und stellvertretender Vorsitzender, von 1989 bis 1994 stand er beim größten Sportverein der Stadt sogar an der Spitze. Gefragt war Eßers Rat auch in der Verbandsarbeit – so bei Stadt- und Kreissportbund, Gladbacher Turngau und Rheinischer Turnerbund.