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Aus Den Vereinen: Engagement für die Gesellschaft

Aus Den Vereinen : Engagement für die Gesellschaft

Die Volksbank Heinsberg hat in Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund Heinsberg zum vierten Mal den "Stern des Sports" in Bronze verliehen. Dieser ging nach Heinsberg.

Leben retten mit Blutspenden, Integration, Umwelt, Engagement für krebskranke Kinder - weit über den bloßen Sport hinaus sind Vereine unterwegs, um in der Gesellschaft deutliche und vielfältige Zeichen zu setzen. Dann nämlich, wenn es eben nicht nur darum geht, beispielsweise im Wettkampf die schnellste Zeit zu laufen. Bloß: Dieses Engagement wird meist kaum bis gar nicht von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Gut, dass es da die "Sterne des Sports" gibt, die besonders hell erleuchten, wenn es um das Soziale geht, um das sich die Vereine kümmern. Bereits zum vierten Mal hat die Volksbank Heinsberg in Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund Heinsberg den Wettbewerb "Sterne des Sports" ausgerufen, um die vielfältigen gesellschaftlichen Leistungen der Sportvereine zu würdigen.

16 Vereine hatten sich beworben und stellten der Jury, zu der auch RP-Sportredakteurin Hendrike Gierth gehörte, außergewöhnliche Projekte vor. Auf Rang eins kam dabei der 1. FC Heinsberg-Lieck mit "Verein(t) Leben retten". Bei einer Weihnachtsfeier kamen 700 Euro zusammen, die nicht einfach nur so gespendet werden sollten. Man wurde schließlich selbst aktiv und initiierte mit großem Erfolg einen Vereinswettbewerb im Blutspenden. Der Verein erhielt dafür den "Stern des Sports" in Bronze und wird am 6. November in Düsseldorf dabeisein, wenn es auf Landesebene um den Stern in Silber geht. Die Heinsberger erhielten 1000 Euro an Preisgeld.

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Auf Rang zwei kam der BSV Wassenberg, der seinen Baseball-Sport als Integrationsinstrument nutzt. Das Projekt zeigt äußerst innovative Ansätze zur Förderung benachteiligter Menschen. Rang zwei bedeutet für die Wassenberger 750 Euro. Über 500 Euro für Platz drei freut sich der SC Myhl Leichtathletik, der ein Upgrade für Mensch und Umwelt geschaffen hat. Die Renovierung einer kompletten Sportanlage weckte neuen Spaß am Schul-, Breiten- und Leistungssport. Und weil die Haarspende-Aktion des TuS Jahn Hilfarth zugunsten krebskranker Kinder die Jury überzeugte, entschloss sich diese spontan, einen Sozialpreis auszuloben, der mit 250 Euro dotiert war.

Zu Gast bei der Preisverleihung war Sportwissenschaftler Dr. Peter Wastl von der Universität Wuppertal. "Vereinssport ist Bildungsakteur", sagte er, "und auch Bildungspartner. Der Sport heute bedeutet Bildung." Er würdigte ausdrücklich die Arbeit der Vereine, warnte aber auch davor, die Vereine zu überfrachten und den eigentlichen Sinn eines Sportvereins aus den Augen zu verlieren.

Dass der Sport mit unzähligen Schnittpunkten in Berührung kommt, erklärte Ronnie Goertz. Der Vorsitzende des Kreissportbundes Heinsberg kennt die Arbeit der Sportvereine in der Region nur allzu gut, um genau zu wissen, "dass ein Forum wie die ,Sterne des Sports' besonders wichtig ist, nach außen hin zu verdeutlichen, wie die gesellschaftlichen Aufgaben der Vereine aussehen".

Thomas Back vom Volksbank-Vorstand betonte die Sinnhaftigkeit der einzelnen Projekte. "Die Frage ist, wie innovativ ein Projekt sein kann, um wiederum andere Vereine anzuspornen, mit eben diesem Engagement auf die Menschen zuzugehen."

(RP)