Fußball : Ein klarer Titelfavorit ist nicht in Sicht

Das erste Mal seit 25 Jahren richtet der SV Brachelen wieder die Stadtmeisterschaften in Hückelhoven aus und will nach einigen Jahren Flaute weit kommen. Erstmals spielen auch die Frauen um die Stadtkrone – gemeldet haben drei Teams.

Das erste Mal seit 25 Jahren richtet der SV Brachelen wieder die Stadtmeisterschaften in Hückelhoven aus und will nach einigen Jahren Flaute weit kommen. Erstmals spielen auch die Frauen um die Stadtkrone — gemeldet haben drei Teams.

Das ganz hohe Niveau ist bei den Hückelhovener Stadtmeisterschaften wohl nicht zu erwarten, denn abgesehen vom Bezirksligisten SV Brachelen treten lediglich ein A-Ligist, sechs B-Ligisten und vier C-Ligisten an. Ein Ausflug in die Dreifachturnhalle an der Mittelstraße lohnt sich morgen ab 10 Uhr aber dennoch, denn gerade die Ausgeglichenheit der Mannschaften macht den Reiz der Stadtmeisterschaft aus. "Es gibt keinen klaren Favoriten, diese Meisterschaft ist immer eine Wundertüte mit der ein oder anderen Überraschung", sagt Organisator Konrad Wilms vom SV Brachelen. Das bestätigt auch ein Blick in die Ergebnislisten der jüngsten Vergangenheit. Im Vorjahr holte sich B-Ligist Ay-Yildizspor Hückelhoven nach 2005 und 2007 zum dritten Mal den Titel, im Jahr davor fertigte der SV Baal im Finale den VfJ Ratheim mit 7:0 ab, während 2010 Grün-Weiß Schaufenberg über die Stadtkrone jubeln durfte.

Und so dürfte es auch morgen spannend bleiben, wer bis ins Finale vordringen kann. Gespielt wird zunächst in vier Dreiergruppen jeder gegen jeden immer 15 Minuten, ins Viertelfinale ziehen dann alle Gruppenersten und -zweiten ein. "Dieser Modus hat sich in den vergangenen Jahren bewährt, so dass wir daran nichts geändert haben", sagt Wilms, der seinen SV Brachelen zu den Titelanwärtern zählt. "Von der Papierform her sind wir schon der Favorit, in den vergangenen Jahren haben wir allerdings nie was gewonnen", sagt Wilms.

Wenn es nach Brachelens Trainer Jörg Beyel geht, könnte sich das morgen ruhig ändern: "Da wir ja Ausrichter sind, wollen wir auch gerne gewinnen, aber wir werden kein großes Risiko eingehen und angeschlagene Spieler schonen." So werden Tobias Küppers und Tim Simons auf keinen Fall ins Geschehen eingreifen. "Wir werden am Ende einfach schauen, was bei der ganzen Sache rauskommt", gibt sich Beyel gelassen. Zumal auch er weiß, dass die Konkurrenz groß ist: "Fast jedes Team hat fünf bis sechs gute Spieler in seinen Reihen — und das ist für die Halle ausreichend. Deshalb spielt die Ligazugehörigkeit auch nicht so eine große Rolle und macht das Ganze spannend. "

Spannend bleibt auch zu sehen, wie gut die Premiere des Tages verläuft: Erstmals spielen nämlich gleichzeitig auch die Frauen um den Titel des Stadtmeisters. Gemeldet haben der VfJ Ratheim, Grün-Weiß Schaufenberg und der SV Brachelen. Angepfiffen werden die Spiele um 15.30 Uhr, 16.50 Uhr und 17.40 Uhr und somit nach den Viertelfinalen, den Halbfinals und vor dem Endspiel der Herren.

(RP/rl)