Fußball: Ehrung auf Strümpfen

Sieben der acht Teams wurden bei der Hallenstadtmeisterschaft in Wegberg vom Sportgeschäft Teamsport Welt mit einem neuen Trikotsatz eingedeckt. Nur der FC Wegberg-Beeck musste ablehnen – der Ausrüstervertrag des Verbandsligisten ließ nichts anderes zu.

Sieben der acht Teams wurden bei der Hallenstadtmeisterschaft in Wegberg vom Sportgeschäft Teamsport Welt mit einem neuen Trikotsatz eingedeckt. Nur der FC Wegberg-Beeck musste ablehnen — der Ausrüstervertrag des Verbandsligisten ließ nichts anderes zu.

"Das hat aber überhaupt kein böses Blut gegeben", freute sich Stadtsportverbands-Geschäftsführer Wolfgang Gisbertz, der wie gewohnt maßgeblich an der Organisation beteiligt war. Zur Siegerehrung schaute dann auch Bürgermeisterin Hedwig Klein vorbei. Und da Wegbergs Erste Bürgerin ihre Sportschuhe im Auto vergessen hatte, nahm sie die Ehrung auf Strümpfen vor.

Gut im Griff

Gut im Griff hatte Werner Eßer, Vorsitzender des Ausrichters Viktoria Rath-Anhoven, seine eigenen Pappenheimer. Denn nach dem Achtmeterschießen um Platz drei gegen den SV Klinkum machte es bei der Viktoria öfter "plopp" — sprich, Bierflaschen wurden geöffnet. Worauf Hallensprecher Eßer direkt zum Mikro griff: "Ich darf noch einmal darauf aufmerksam machen, dass keine Getränke mit in die Halle genommen werden dürfen." Ein gutes halbes Dutzend Viktoria-Kicker erhob sich darauf sofort vom Platz und dackelte brav zum Ausgang . . .

99 Eiskugeln

"99 Luftballons auf ihrem Weg zum Horizont" — das kennt jeder. Bei der A- und B-Jugend des FC Wegberg-Beeck wird dieser Nena-Hit demnächst umgetextet in "99 Eiskugeln auf ihrem Weg in unsere Kehlen". Denn Viktoria Rath-Anhovens Vereinslokal, die Gaststätte Cohnen, hatte für jedes Tor bei der A- und B-Jugend-Stadtmeisterschaft drei Bällchen Eis ausgelobt. Insgesamt fielen da 71 Tore — macht also 213 Eiskugeln. Und da der FC satte 33 Treffer davon erzielte, stehen ihm nun genau 99 Kugeln zu. "Die Beecker Jungs dürften 'ne Magenunterkühlung kriegen", schmunzelte Wolfgang Gisbertz.

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Der Eisbrecher

Den zweiten Platz bei der Stadtmeisterschaft feierte eine kräftige Abordnung der Sportfreunde Uevekoven anschließend bei der Coyoten-Party im Wegberger Forum. Die staunten nicht schlecht, als sich plötzlich Victor Mayer vom Bezirksliga-Kollegen SC 09 Erkelenz auf den Tresen begab und sich vor versammeltem Publikum mehr oder weniger formvollendet eines Kleidungsstücks nach dem anderen entledigte — und für einen kurzen Moment sogar komplett "blank" zog. Womit sich der Erkelenzer Abwehrmann gewissermaßen als "Eisbrecher" betätigte, denn bis dahin war die Party noch nicht so recht in Schwung gekommen. Beeindruckt waren von dieser Aktion vor allem Uevekovens Urgesteine Markus Scheeres und Daniel Marschalk: "Darüber wird beim nächsten Spiel gegen Erkelenz zu reden sein", feixten sie unisono. Die Gelegenheit dazu ist schon bald, denn das Auftaktspiel der Sportfreunde am 4. März ist in — jawohl, Erkelenz . . .

Im Hockey-Park

An diesem Tag steht auch für Verbandsligist FC Wegberg-Beeck beim VfL Leverkusen das erste Spiel an. Nachdem die Hallensaison für den FC mit der Stadtmeisterschaft zu Ende gegangen ist, nehmen die Schwarz-Roten die Vorbereitung auf den zweiten Saisonteil am kommenden Montag um 20 Uhr auf. Das tun sie aber nicht im heimischen Waldstadion, sondern im Mönchengladbacher Warsteiner-Hockey-Park — und zwar die komplette Vorbereitung. Denn der FC hat für die sechs Wochen die Hockey-WM-Stätte angemietet — mal den Hauptplatz, mal den Nebenplatz, beides natürlich spezifischer Hockey-Kunstrasen. Coach Markus Lehnen ist begeistert: "Wir haben uns die Anlage genau angeguckt, auch Flutlicht und Umkleidekabinen sind klasse. Da haben wir auch bei schlechtem Wetter optimale Möglichkeiten."

Er kann's nicht lassen

Im Mönchengladbacher Stadtgebiet aktiv ist schon seit einigen Monaten auch Fatmir Hasanpapa. Der 42-Jährige hat seine Fußballschuhe nämlich immer noch nicht an den Nagel gehängt und kickt nun für den B-Ligisten SC Rheindahlen. Beim Tabellendritten spielt der frühere albanische Nationalspieler Libero — und das zur vollen Zufriedenheit von Trainer Manuel Moreira: "Auch dank ihm dürfen wir noch auf den Aufstieg hoffen. Seit er da ist, haben wir nicht mehr verloren — und das sind immerhin nun schon zwölf Spiele."

(RP)
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