Echtes Spitzenspiel / Wegberg 2 ambitioniert

Es wurde das erwartete Spitzenspiel in der Kreisliga A: Der HSV Wegberg (3.) empfing gestern Tabellenführer SG Rurtal-Hetzerath 2, dabei konnten die Vorzeichen kaum unterschiedlicher sein. Während Rurtal den Aufstieg anstrebt, konnte der HSV locker ins Spiel gehen. Nur hauchdünn setzte sich die SG mit 22:21 (11:10) beim HSV durch. Für einen Glanzpunkt sorgte dann gleich anschließend die "Zweite" des HSV Wegberg, die den ehemaligen Tabellenführer Rheydter TV nicht nur 13:11 (7:7) besiegte und es damit ihrer "Ersten" nachmachte (die hatte aber "nur" 17:16 gewonnen). Da herrscht in Wegberg eine freundschaftliche Rivalität zwischen den beiden Teams. Und wer gedacht hatte, die Zweitvertretung habe keine Ambitionen, der muss spätestens seit gestern umdenken.

Wegberg – Rurtal-Hetzer 2 21:22

Beide Trainer – Thomas Grass beim HSV und Dieter Debras bei der Spielgemeinschaft – sprachen von einem "echten Spitzenspiel von Seiten beider Mannschaften". Ein hart umkämpftes, aber faires Spiel entwickelte sich, in dem sich keiner absetzte. Ständig wechselte die Führung, da ging es hin und her. Die rote Karte für den HSVer Jonas Hengsbach in der ersten Halbzeit störte das Wegberger Spiel, denn Hensgbach ist immer gut für Tore aus dem Rückraum. Auf der anderen Seite kämpften die Rurtaler mit einigen Schwächephasen, hier leisteten sie sich abenteuerliche Fehler, wie Dieter Debras befand. Debras: "Solche Fehler müssten sich eigentlich rächen, aber da haben wir nochmals Glück gehabt in diesem Spiel." Erst fünf Sekunden vor dem Abpfiff gelang dem Rurtaler Marco Kremer der Siegtreffer zum 22:21, so dass die SG also weiterhin über eine gute Ausgangslage verfügt, um am Saisonsschluss das große Ziel zu erreichen. Rurtals Tore: Tetz 8, Kremer 6, Eßer 3, Heinrichs 2, Jambor 1, Karolczak 1, Jahn 1. Wegbergs Tore: Fransen 6, M. Baltes 5, Braun 3, Kamp 3, Theves 2, R. Baltes 1, Hengsbach 1.

Wegberg 2 – Rheydter TV 13:11

Altmeister Richard Jambor, der als frischgebackener 44-Jähriger nicht nur in der "Zweiten", sondern zuvor auch in der "Ersten" eingesetzt war, gab sich voller Stolz: "Das war eine wirklich gute Leistung von uns. Wir sind im Moment richtig gut drauf." Das Spiel, das trotz der mageren Torausbeute ansehnlich und spannend war, wurde von zwei starken Abwehrreihen geprägt. Dabei glänzten die Torhüter beider Teams. Beim HSV war das im ersten Durchgang Thomas Stokovy, im zweiten André Sieben. Die Tore für Wegberg erzielten Schild 4, Heinen, Schauergans, Zotzmann und Frühauf je 2 sowie Rankers.

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