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DTM Trophy: Tim Heinemann räum zum Auftakt am Lausitzring alles ab

Wegberger mit Doppelsieg in DTM Trophy : Tim Heinemann räumt zum Auftakt alles ab

Der Wegberger Tim Heinemann gewinnt zum Saisonauftakt der DTM Trophy beide Rennen auf dem Lausitzring. Auch mehrere Safety-Car-Phasen bringen ihn nicht aus der Ruhe. Damit untermauert er seine Meisterschaft-Ambitionen.

Viel besser hätte für Rennfahrer Tim Heinemann der Saisonstart in der DTM Trophy nicht laufen können: Am Wochenende standen am Lausitzring die ersten beiden Rennen im Unterbau der DTM an – Heinemann gewann beide. Der Wegberger, der den Titel 2020 bereits gewinnen konnte und in diesem Jahr erstmals in einem Toyota GR Supra an den Start geht, hatte im Vorfeld eine klare Vorgabe formuliert: „Wir sind auf jeden Fall Titelanwärter – das ist unser klares Ziel.“

Dieses Ziel schien der 24-Jährige von Beginn an untermauern zu wollen. Direkt im ersten Qualifying war Heinemann nicht zu stoppen und war fast eine Sekunde schneller als sein erster Verfolger. Beim fliegenden Start lieferte sich Heinemann ein enges Duell mit dem Brasilianer Thiago Vivacqua im Audi. Der von Position eins gestartete Deutsche setzte sich aber durch und fuhr von vorne ein souveränes Rennen.

Zeit für lange Feierlichkeiten blieb aber erst einmal nicht, schließlich stand gleich am nächsten Tag das nächste Qualifying mit anschließendem Rennen an. Und der Champion von 2020 machte da weiter, wo er tags zuvor aufgehört hatte: Auch am Sonntag unterbot er die Zeiten der Konkurrenz im Qualifying – und nebenbei auch seine Zeit vom Vortag. Dass er Rennen von vorneweg fahren kann, hatte Heinemann am Samstag bereits unter Beweis gestellt – wieder wurde es am Start eng, wieder setzte sich Heinemann durch. Eine Safety-Car-Phase kostete ihm in der vierten Runde den herausgefahrenen Vorsprung. Da in der DTM bei einem Restart – wie beim Start – nebeneinander gestartet wird, musste sich Heinemann erneut behaupten. Fünf Runden vor dem Ende machte dem Wegberger erneut eine Safety-Car-Phase einen Strich durch die Rechnung. Dieses Mal gelang es Konkurrent Marc de Fulgencio im BMW sich vor den Führenden zu setzen. Daraufhin lieferten sich Heinemann und de Fulgencio ein packendes Duell über mehrere Kurven. Drei Runden vor Schluss behielt der Champion von 2020 die Oberhand und fuhr mit mehr als drei Sekunden Vorsprung vor dem zweitplatzierten Theo Oeverhaus ins Ziel.

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So sammelte Heinemann erneut die 25 Meisterschaftspunkte für den Rennsieg ein. „Was für ein Saisonauftakt – viel besser hätte es wirklich nicht laufen können. Bereits mit der Pole Position und dem Rennsieg am Samstag waren wir überglücklich, am Sonntag dann aber noch einmal dasselbe zu erreichen, war definitiv mehr, als wir uns erträumt haben“, sagte Heinemann.

Mit zusätzlich jeweils drei Punkten für die Siege im Qualifying und einem Bonuspunkt für die schnellste Rennrunde am Samstag liegt der 24-Jährige mit bereits 57 Punkte an der Spitze der Gesamtwertung – und hat damit schon jetzt ein kleines Polster den Brasilianer Vivacqua erarbeitet, der mit 34 Punkten direkt nach Heinemann kommt. „Bei all der Freude um den super Saisonstart dürfen wir aber nicht vergessen, dass die Saison sieben Rennwochenende hat und nicht nur eins“, sagte Heinemann.

Weiter geht es vom 17. bis zum 19. Juni im italienischen Imola und Heinemann weiß: „Beim nächsten Rennen in Imola werden die Karten neu gemischt.“