Fußball : Dikenli feiert Volljährigkeit mit zwei Toren

Gestern wurde Okan Dikenli 18 Jahre jung. Seine Volljährigkeit feierte Beecks Nesthäkchen im Waldstadion – und wie: Gleich zwei Tore steuerte der Defensivmann zum 4:0-Sieg gegen Viktoria Arnoldsweiler bei und durfte nicht nur deswegen viele Hände schütteln, stand eindeutig im Mittelpunkt. Was ihm fast schon peinlich war. Natürlich strahlte er aber – und das auch noch aus einem besonderen Grund: "Meine Mutter hatte sich heute ein Tor von mir gewünscht". Es wurden gleich zwei.

Tag der besonderen Geschichten

Überhaupt war es ein Tag der besonderen Geschichten. So feierte Daniel Klinger fast auf den Tag genau nach sieben Monaten Kreuzbandriss-Zwangspause sein Comeback – und krönte dieses mit einem gefühlvollen Freistoßschlenzer zum 1:0 (25.). "Seit einem Monat trainiere ich ja wieder voll mit, hatte im Spiel auch keine Probleme", freute sich der Linksfuß.

Dann war da Sascha Rodemers. In der 36. Minute parierte Beecks Keeper einen reichlich umstrittenen Foulelfmeter seines Arnoldsweiler Torhüter-Kollegen Marcel Reisgies und verhinderte so den Ausgleich. Die Ecke habe er gewusst, gab Beecks Kapitän nachher zu Protokoll – und lieferte dafür einen handfesten Grund: "Bei center.tv habe ich gesehen, wie der Reisgies im Spiel gegen Troisdorf zwei Elfmeter verwandelt hat – beide in die von mir aus gesehen linke Ecke. Daher wusste ich, wohin ich springen musste."

Ein anderes Kapitel schrieb Sebastian Wilms. Beecks letztjähriger A-Jugendlicher erzielte bei seinem siebten Einsatz sein Premierentor: Sein herrlicher 28-Meterschuss senkte sich über den etwas zu weit vor seinem Kasten postierten Reisgies zum 2:0 (44.). Eine Acht-Minuten-Premiere feierte schließlich Florian Honnes: Der Gerichhausener, der im Winter zum FC Rurdorf wechselt, kam erstmals in dieser Saison zu einem Punktspieleinsatz und hatte Pech, als er bei einer erstklassigen Vorteilssituation zurückgepfiffen wurde (85.).

Generell war es vor 140 Zuschauern ein abwechslungsreiches Spiel mit vielen dicken Chancen auf beiden Seiten. "Wir haben sicherlich ein bisschen zu hoch gewonnen", stellte FC-Coach André Sieberichs zurecht fest. "So ein schlechtes Spiel haben wir eigentlich gar nicht abgeliefert", urteilte sein Kollege Bernd Lennartz. Die Viktoria spielte in der Tat munter mit. So rettete Rodemers schon nach 28 Sekunden in höchster Not gegen den quirligen Diza Lutete. Später assistierte dem Keeper bei einem Schuss Vincent Geimers auch mal der Pfosten (53.).

Beeck hatte freilich auch eine ganze Reihe guter Chancen durch Arian Berkigt (8.), Pascal Knübben (19.), Dominik Bischoff (27./41.), Danny Fäuster (35.) und Sahin Dagistan (65.). Tore blieben in Hälfte zwei aber dem Geburtstagskind vorbehalten. Als der Ball nach einer Ecke durch den Fünfmeterraum flipperte, jagte Dikenli den Ball zum 3:0 unter die Latte (71.). Nach tollem Berkigt-Pass traf er danach auch noch zum 4:0 (80.).

Beeck: Rodemers – Wurzer (85. Mendez), Walbaum, Fäuster, Klinger (73. Memenga) – Dikenli, Knübben – Wilms, Bischoff – Dagistan, Berkigt (82. Honnes)

(emo)
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