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Leichtathletik: Die Stimme des Citylaufs: Streckensprecher Marcel Kuß

Leichtathletik : Die Stimme des Citylaufs: Streckensprecher Marcel Kuß

Marcel Kuß ist sichtlich in seinem Element. Vor nahezu jedem Kinderlauf (und davon gibt's eine Menge) schreitet er die Starterreihe ab, lässt die Nachwuchsathleten ihren Vornamen ins Mikro sagen. Danach wendet er sich ans zahlreich vorhandene Publikum: "Wir brauchen nun tosenden Applaus für die Kinder, also los!" Und auch die ein oder andere La-Ola-Welle initiiert der Vorsitzende der ETV-Leichtathletikabteilung, der seit drei Jahren beim Citylauf eben auch den Streckensprecher macht.

Ganz unbekannt ist das Metier dem 40-Jährigen nicht. "Normalerweise stehe ich aber hinter der Kamera", erläutert Kuß schmunzelnd - seine Brötchen verdient der gebürtige Hückelhovener in der Öffentlichkeitsabteilung der Evangelischen Landeskirche in Düsseldorf.

Gestern Nachmittag ist er aber gut viereinhalb Stunden lang der Mann am Mikro, kündigt dabei nicht nur die einzelnen Läufe an, sondern führt auch kurze Interviews mit Zuschauern und informiert vor allem über die Namen der Athleten. Dabei kann er sich auf seinen "Assistenten" Norbert Böbel verlassen. Denn der ETV-Hauptorganisator des Citylaufs ist vom Zeitnehmer Teamsoft-Sportzeit aus Aachen mit einem sogenannten Moderator-Tool ausgestattet worden, einem Tablet-PC mit spezieller Software. "Da muss man nur die Startnummer eines Läufers eintippen, und schon erscheint dessen Name", erläutert Böbel. Diese Technik macht sich das Duo sehr zunutze. Umständliches und vor allem zeitraubendes Blättern in papiernen Startunterlagen entfällt so, in Bruchteilen von Sekunden spuckt der PC die gewünschte Info aus - "Souffleur" Böbel kann Kuß so bestens zuarbeiten. Der ist übrigens richtig auf den Streckensprecher-Geschmack gekommen. So hat er im vergangenen Jahr erstmals auch den ebenfalls zur NEW-Laufserie zählenden Volksbad-Lauf in Mönchengladbach moderiert. "Auch das hat viel Spaß gemacht."

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Apropos Spaß: Den hat Kuß ganz besonders beim Lauf der Mädchen Jahrgang 2006 - da ist seine jüngste Tochter Emilia dabei. "Da bin ich ausnahmsweise mal nicht neutral", sagt er breit grinsend - und ist kurz darauf mächtig stolz: Das Nesthäkchen ist als Dritte über die Ziellinie gekommen und scheint also eine Familientradition fortzusetzen. Denn auch Emilias ältere Geschwister Alina und Milena sind erfolgreiche Leichtathletinnen. Seine Kinder seien auch der Grund gewesen, beim ETV einzusteigen, verrät Kuß: "Ich engagiere mich gerne dort, wo meine Kinder aktiv sind."

(emo)