Die Sportfreunde Uevekoven haben sich nach einem frühen Gegentor gut verkauft.

Fußball : Keine Blamage nach frühem Gegentor

Die Sportfreunde Uevekoven verlieren ihr Pokalspiel zwar mit 1:3, zeigen aber dennoch eine ansprechende Leistung.

Wann immer in einem Pokalwettbewerb ein „kleiner“ Verein gegen einen in höheren Gefilden beheimateten Klub spielt, wird das Bild von „David gegen Goliath“ zitiert. Das Bild des Außenseiters, der fußballerisch zwar unterlegen ist, doch sich mit vereinten Kräften gegen den übermächtig erscheinenden Gegner stemmt. Und immer ist eines besonders wichtig: mit mannschaftlicher Geschlossenheit die Räume vor dem eigenen Tor dicht machen.

Doch es nützt die beste Taktik nichts, wenn sich die eigenen Spieler nicht daran halten. Diese Erfahrung musste am Dienstagabend auch Daniel Marschalk, der Trainer der Sportfreunde Uevekoven, machen. Im Kreispokalspiel des B-Ligisten gegen den Bezirksligisten TuS Rheinland Dremmen schienen seine Spieler nämlich pünktlich zum Anpfiff gedanklich noch in der Kabine gewesen zu sein. Denn es war noch keine Minute gespielt, als der Favorit den Ball zum ersten Mal über die Linie bugsierte. Daniel Rafael Garcia Pedrosa markierte die frühe Führung für die Gäste.

Falls Marschalk die Befürchtung hatte, dass es nun zu einem Selbstläufer gegen sein Team werden würde, wurde diese nicht bestätigt. Zwar sorgte seine Mannschaft nach vorne nur für wenig Entlastung und brachte das Tor des Gegners nur selten in Gefahr, doch in der Defensive standen die Gastgeber nun besser, so dass über weite Strecken der ersten Halbzeit kein Klassenunterschied erkennbar war.

Nicht zu übersehen war allerdings die harte Gangart, die beide Teams an den Tag legten, sodass es zu einigen Rufen der Empörung kam ob des unfairen Einsteigens. Die beste Möglichkeit zum Ausgleich hatte Benedikt Wolters aus der Distanz, da lief bereits die Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Quasi im direkten Gegenzug nutzten die Gäste einen Fehler gnadenlos aus und erzielten mit der letzten Aktion vor der Pause das 0:2. Uevekovens Schlussmann Patrick Wiesen segelte an einer Hereingabe vorbei, Marcel Abolaji Aliu hob den Ball gekonnt über ihn und mehrere Abwehrspieler hinweg in die Maschen.

Auch nach dem Seitenwechsel hielten die Gastgeber gut dagegen, schwächten sich dann aber selbst. Dominik Kruczek wurde mit der Ampelkarte des Feldes verwiesen (63.). In Unterzahl kassierte Uevekoven dann das 0:3 durch David Schulz, gab aber trotzdem nicht auf und kam durch einen Strafstoß, den Pascal Pöttgens verwandelte (81.), immerhin noch zum Ehrentreffer.

Zwar schied die Mannschaft aus dem Wettbewerb aus, doch trotzdem zog Trainer Marschalk ein positives Fazit. „Wir haben eine gute Moral gezeigt, auch wenn wir uns leider sehr dumme Gegentore eingefangen haben“, sagte er. Die Spielansetzungen hingegen gefielen ihm weniger: „Die Uhrzeiten nerven! Unter der Woche um 18.30 Uhr, das ist für einige Spieler nur schwer mit der Arbeit zu vereinbaren. Andere Kreise spielen am Wochenende, da ist das wesentlich entspannter.“

Nun kann er sich mit seiner Mannschaft ganz auf die weitere Saisonvorbereitung konzentrieren. In der Kreisliga B möchte er eine ordentliche Rolle spielen: „Platz drei bis sechs ist sicher möglich.“

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