DFB-Pokalspiel der schönste Tag

Aufgewachsen ist Günter Stroinski in Neuss-Gnadenthal, hat dort bei der DJK bis zu seinem 23. Lebensjahr auch selbst Fußball gespielt. Nach einer Roten Karte, die eine längere Sperre nach sich zog, hörte er aber auf. "Da hatte ich keine Lust mehr." Danach frönte er noch zwei Jahre seiner zweiten sportlichen Leidenschaft, dem Tischtennis, spielte Bezirksliga. Mit 25 war aber auch damit schweren Herzens Schluss – da machte sich Stroinski beruflich selbstständig. Seine Hauptfirma hat ihren Sitz heute in Rheydt-Giesenkirchen.

1986 zog er mit seiner Frau Brunhilde und Sohn Ralph in den Beeckerwald und besuchte fortan regelmäßig die Heimspiele des damals noch SC Beeck heißenden Bezirksligisten. Der damalige SC-Geschäftsführer Carlo Stevens machte Stroinski 1989 die Mitgliedschaft im Förderkreis schmackhaft. Der Rest ist Geschichte: In vier Jahren stieg Beeck dreimal auf, spielte ab 1996 in der Oberliga.

Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte sollte dann aber noch einige Jahre auf sich warten lassen: der Gewinn des Mittelrheinpokals am 21. Mai 2008 mit 3:2 gegen Borussia Freialdenhoven unter Trainer Josef Küppers vor 1200 Zuschauern in Beeck. Damit zog der FC in den DFB-Pokal ein. Dort spielte Beeck am 9. August 2008 vor 9000 Zuschauern im Borussia-Park gegen Alemannia Aachen (1:4). "Mein schönster Tag beim FC. Aber nicht der schönste meines Lebens. Das ist und bleibt der Tag meiner Hochzeit", sagte Stroinski im Anschluss.

In all den Jahren hat Stroinski aber stets nicht nur in Beine, sondern auch in Steine investiert: nicht nur das Waldstadion ist sein Werk, sondern ebenso zum Beispiel der im Sommer 2009 errichtete Kunstrasen, der erste im Kreis Heinsberg.

Für Kunstrasenplätze hat er ohnehin ein großes Faible, kann aus dem Stand locker ein halbstündiges ebenso detail- wie kenntnisreiches Referat über deren Aufbau, Beschaffenheit und Pflege halten. Dass die ein Jahr später in Uevekoven und Wildenrath errichteten Kunstrasenplätze vom gleichen Hersteller wie in Beeck gebaut wurden, kommt nicht von ungefähr – als eine Art "Berater aus Leidenschaft" wirkte Stroinski im Hintergrund mit Rat und Tat (letzteres vor allem in Uevekoven) auch da mit. Und seit März 2009 steht er beim FC als Vorsitzender auch offiziell auf der Kommandobrücke.

(emo)
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