Der SSV Viktoria Katzem und SV Klinkum mit Feiern zum Jubiläum

Fußball : Jahrundertvereine in Katzem und Klinkum

Zu 100-jährigen Bestehen luden der SSV Viktoria Katzem und SV Klinkum zu Festabenden mit vielen Unterstützern und Gästen ein.

Der Bürgersaal in Katzem war mit Trikots des SSV Viktoria Katzem geschmückt. Viele Dorfbewohner waren zum Festabend gekommen, um mit ihrem Fußballverein dessen 100-jähriges Bestehen zu feiern. Viele Freundschaften wurden in dieser Zeit geknüpft. Zusammenhalt und freiwilliges Engagement trugen den Verein durch das Jahrhundert. In einer so langen Zeitspanne kommen verdiente Ehrenamtler, Unterstützer und Förderer zusammen, deren Arbeit vom Verein gebührend gewürdigt wurde. „Die Mitgliedschaft im Verein fängt bei uns erst ab einem Alter von 18 Jahren an. Das bedeutet, dass viele derjenigen, die heute Abend für ihre 65- oder 70-jährige Vereinsmitgliedschaft ausgezeichnet werden, schon über 80 oder 90 Jahre alt sind“, erklärte Vorsitzender Franz Josef Conen. Die Ehrungen wurden von einem Rahmenprogramm begleitet: Wie bei jeder Veranstaltung in Katzem, war das Trommler- und Pfeiferkorps vor Ort und beehrte den SSV, gleichsam wie weitere Katzemer Vereine. Die Tanzgarde der KG Katzeköpp hatte einen Gardetanz als Jubiläumsgruß im Gepäck. Comedian Hastenraths Will präsentierte sein Programm, das er extra auf Katzem bezogen hatte, was beim Publikum sehr gut ankam.

Die Vizepräsidentin des Landessportbundes, Mona Küppers, lobte die gemeinwohlorientierte Arbeit, die von vielen Ehrenamtlern getragen wird. Der SSV sei ein starker, zukünftiger, bürgernaher Verein. Zukunft ist das Stichwort, denn zeitnah kommen Veränderungen auf den Verein zu: Die Spielgemeinschaft mit dem STV Lövenich wurde von dessen Seite aufgelöst. Nun startet der SSV in der Kreisliga B. Ziel ist es, sich schnell den veränderten Bedingungen anzupassen und wieder aufzusteigen.

Auch der SV Klinkum hatte zum Jubiläum geladen, wurde auch 100 Jahre alt. Vorsitzender Manfred Knops, Jugendleiterin Nicole Bertrams, Dietmar Dresen und Wolfgang Schmitz führten durch das Programm im Festzelt, das von Angela Bähren in liebevoller Kleinarbeit in den Vereinsfarben Schwarz und Gelb dekoriert wurde.

Josef Conen (3.v.l.) und Franz-Josef Schroer (2.v.r.) gehören dem SSV Katzem seit 70 Jahren an. Hans-Josef Schmitz (l., 2. Vorsitzender), Ratsmitglied Christel Honold-Ziegahn und Vorsitzender Franz Josef Conen (r.) gratulierten. Foto: Ruth Klapproth

Bürgermeister Michael Stock hatte die Schirmherrschaft für das Jubiläum übernommen. Das gute Verhältnis zueinander wurde von beiden Seiten besonders betont. Die große „Familie SVK“, wie es Manfred Maschke, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, formulierte, sei gekennzeichnet durch Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft. So wurden Großprojekte wie der Bau des Vereinsheimes gemeinsam getragen. „Jeder kleine Pinselstrich war ein Beitrag zum Gesamtkunstwerk“, brachte es Vorsitzender Manfred Knops auf den Punkt. Zahlreiche Klinkumer Vereine überbrachten dem SVK persönlich ihre Glückwünsche und hatten teils kleine Überraschungen mitgebracht. So hatte die Funkengarde der KG Sonn Männ einen Showtanz dabei. Auch andere befreundete Sportvereine aus Uevekoven und Rath-Anhoven, mit denen die Klinkumer eine jahrzehntelange Freundschaft verbindet, feierten mit. Highlight des Abends war sicherlich Überraschungsgast Florian Halimi, Ballakrobat aus Hamburg. Er wirkte beim Musical „Das Wunder von Bern“ in Hamburg mit und trat im Rahmen einer Halbzeitshow beim UEFA Champions League Finale auf. Halimis Leidenschaft für spektakuläre Tricks und Ballakrobatik war ansteckend: Mit seinen außergewöhnlichen Fußballtricks begeisterte er das Publikum. Der Ball wanderte den ganzen Körper entlang: Vom Finger zur Fußspitze oder beim Handstand in den Nacken. Eine kleine Trainingseinheit ließ zum Schluss nicht lange auf sich warten: vier Fußballer des SVK versuchten sich an den Tricks, die Halimi mit einem gewöhnlichen Fußball anstellt. Allerdings ermahnte Moderatorin Nicole Bertrams danach die Spieler lachend, vorsichtig zu sein: „Sowas kann gesundheitliche Probleme und Bewegungsunfähigkeit zur Folge haben“.

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