Der FC Union Schafhausen siegt deutlich im Kreispokal beim SV Golkrath

Fußball : Nach der Pause wird es deutlich

Beim 6:1-Erfolg seiner Schafhausener im Kreispokal hat Trainer Jochen Küppers ein besonderes „Heimspiel“.

Jochen Küppers hatte am Dienstagabend zwar kurze Wege zurückzulegen, dafür aber viel zu tun. Zunächst stand er 90 Minuten lang unter Strom, fieberte mit, haderte, jubelte, gab lautstark Anweisungen und versuchte stets, das Optimum aus seinen Spielern herauszukitzeln. Nach dem Abpfiff stand dann der angenehme Teil des Abends an, er schüttelte Hände, nahm Glückwünsche zum Erreichen des Kreispokal-Halbfinals entgegen und hielt hier und da ein kleines Pläuschchen.

Der Trainer des Fußball-Landesligisten FC Union Schafhausen gastierte mit seiner Mannschaft beim SV Golkrath. Bei dem Verein, bei dem er selbst lange Jahre als Cheftrainer tätig war und fast 20 Jahre lang Jugendarbeit geleistet hat. Bei dem Verein, von dessen Sportplatz er lediglich 500 Meter entfernt wohnt. „Wenn man so lange mit einem Klub verbunden ist, wenn man hier viele schöne Stunden verbracht hat und der Vater Ehrenvorsitzender ist, dann ist so ein Spiel natürlich ein besonderes”, sagte Küppers nach Spielschluss.

Er hatte seiner Mannschaft vor dem Duell mit dem zwei Klassen tiefer spielenden SV eingetrichtert, den Gegner unter keinen Umständen zu unterschätzen. Das haben seine Spieler auch zunächst gut umgesetzt. Durch Traumtore von Matthias Gorka (11.) und Sebastian Kranz (18.), die beide jeweils genau in den rechten, oberen Winkel trafen, führte Schafhausen schnell 2:0. „Dann hatten wir eine Phase, in der wir zu nachlässig waren”, sagte Küppers. „Und prompt sind wir dafür bestraft worden.” Jan Gottschalk verkürzte und machte das Spiel wieder spannend (24.).

Nach dem Seitenwechsel spielte der Favorit seine Dominanz wieder besser aus und stellte früh die Weichen auf Sieg. Marc Hotopp (50.) und erneut Gorka (55.) brachen mit ihren schnellen Toren die Moral der Hausherren, die sich anschließend nicht mehr mit letzter Konsequenz dagegen hielten. Stefan Jörling (64.) und der eingewechselte Alan Felipe Gebhardt machten schließlich das halbe Dutzend voll. „Mit zunehmender Spieldauer wurden die Golk­rather immer müder und die Räume für uns dadurch immer größer. Das haben die Jungs dann klasse ausgenutzt“, sagte Küppers. Auf seine Schafhausener wartet im Halbfinale am kommenden Mittwoch die Auswärtsfahrt zum Bezirksligisten SV Helpenstein. Um sich sicher für den Mittelrheinpokal zu qualifizieren, muss in das Finale eingezogen werden.

Damit muss sich der SV Golkrath, der ohne seinen im Urlaub weilenden Trainer Frank Bauer auskommen musste, nun nicht mehr befassen. Das Team kann sich nun voll und ganz auf die Saisonvorbereitung der Kreisliga-A-Spielzeit konzentrieren. „Obwohl wir in der ersten Halbzeit zwei Traumtore gefangen haben, waren wir dran. Nach der Pause hat Schafhausen dann seine Klasse ausgespielt. Zufrieden sind wir aber trotzdem“, sagte Co-Trainer Yanik Schwertner.

Mehr von RP ONLINE