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Coronavirus: Spielbetrieb ruht weiter im Kreis Heinsberg

Fußball : Coronavirus legt den Spielbetrieb im Kreis weiterhin lahm

Fünf der acht Heinsberger A-Ligaspiele vom Wochenende sind bereits abgesagt. Auch in der Bezirksliga wird es nur ein reduziertes Programm geben.

(emo/ass) Das Coronavirus beeinträchtigt weiterhin massiv den Spielbetrieb im Fußballkreis Heinsberg. Nach der Komplettabsage am vergangenen Wochenende wird es auch am kommenden Wochenende hierzulande nur vereinzelt Spiele geben – wenn überhaupt.

So sind in der Kreisliga A bereits fünf der acht Spiele erneut abgesetzt. „Die Kommunen Erkelenz, Hückelhoven, Heinsberg und Geilenkirchen haben bis einschließlich Sonntag, 8. März, ihre Sportplätze gesperrt“, erläutert Josef Küppers, Vorsitzender des Spielaussschusses des Fußballkreises Heinsberg. Bislang noch nicht abgesetzt sind die Partien in Süsterseel (gegen Millich), Breberen (gegen Selfkant) und Birgden (gegen Teveren II) – ob da aber wirklich gespielt wird, ist wohl noch mehr als fraglich.

Josef Küppers, „TO“ des Fußballkreises Heinsberg. Foto: Laaser, Jürgen (jl)

Für den am vergangenen Wochenende komplett ausgefallenen Spieltag hat Küppers als Nachholtermin Mittwoch, 29. April, ins Auge gefasst. „Das würde dann ja nicht mit dem Tanz in den Mai am Tag darauf kollidieren“, sagt er. Fix sei dieser Termin aber noch nicht.

Zum Glück sind die Klassen darunter – also B-, C- und D-Liga – auch am kommenden Wochenende noch spielfrei – die starten regulär erst am Wochenende darauf in die Rück­runde. In den B-Ligen sind zwar für dieses Wochenende einige Nachholspiele angesetzt, doch wie viele davon wirklich stattfinden, ist ebenfalls noch fraglich. Die drei angesetzten Partien in der Staffel 1 sind jedenfalls schon mal alle wieder abgesetzt worden.

Das Coronavirus verhindert auch in der Bezirksliga, Staffel 4, weiter den normalen Spielbetrieb. Zumindest vier Vereine des Fußballkreises Heinsberg in dieser Liga werden weder am Donnerstag in den geplanten Nachholspielen, noch am Sonntag, dem 17. Spieltag, im Einsatz sein.

Auf den ersten Rückrundeneinsatz einstellen müssen sich hingegen der TuS Rheinland Dremmen, der in die Eifel zu Germania Eicherscheid reist, sowie der SV Helpenstein, der beim Dürener Vertreter Germania Lich-Steinstraß ran muss. Denn in den Fußballkreisen Aachen und Düren rollt der Ball.

Und das ist eigentlich auch schon die Crux, denn „Corona“ achtet wohl kaum auf Kreisgrenzen. So sieht es auch SG Union Würm-Linderns Trainer Hermann-Josef Lambertz, der mit der SG (Stadt Geilenkirchen) daheim gegen den 1. FC Heinsberg-Lieck gespielt hätte: „Ich wohne in Rurich, und der Sportplatz der Germania ist Luftlinie geschätzt vielleicht 800 Meter vom Platz des SSV Körrenzig, der im Kreis Düren aktiv ist, entfernt, und da wird schon seit vergangenem Sonntag gespielt. Wir von der Union aber dürfen unsere Sportstätten nicht nutzen, können so auch nicht trainieren. Wohl aber am Mittwoch (4. März), da weichen wir dann in die LaOla-Sporthalle in Erkelenz aus.“

In die gleiche Halle zieht es nur einen Tag später auch Sparta Gerderath (Stadt Erkelenz), die daheim gegen Concordia Haaren gespielt hätte, sich nun mit einigen Laufeinheiten auf den verspäteten Rückrundenstart vorbereitet und das am Sonntag im Wassenberger Wald fortsetzt. Die Spielausfälle kommen der Sparta gar nicht so ungelegen. Jedenfalls stehen Trainer Bernd Nief am 15. März beim FC Roetgen Kapitän Patrick Knorn und Daniel Wocniak wieder zur Verfügung, die beim „normalen“ Auftakt noch gefehlt hätten.

Und wenn die Verantwortlichen des Kreises es zulassen, hat Nief mit Christian Grün, dem Trainer des B-Ligisten SC 09 Erkelenz, vorsorglich noch ein Testspiel geplant, das am Dienstag, 10. März, auf dem Erkelenzer Kunstrasenplatz stattfinden soll.