Fußball : Cocktailmixer möchte mitmischen

Christian Geiser wechselte vom Bezirksligisten Victoria Mennrath zum FC Wegberg-Beeck. Dort will er sich mit Konstanz einen Platz im Team erarbeiten.

Gelegentlich arbeitet Christian Geiser im Gladbacher Hockeypark als Barkeeper und mixt Cocktails. Sein Favorit: Moscow Mule, ein Cocktail mit Ingwergeschmack. Bei Mittelrheinligist FC Wegberg-Beeck möchte der Zugang vom Gladbacher Bezirksligisten Victoria Mennrath nun ebenfalls ordentlich mitmischen. „Ich möchte hier nicht nur der 21. Mann sein, sondern immer zum Spieltagskader gehören. Das ist mein klares Ziel“, erklärt der 26-Jährige, der als seine größten Stärken den Zweikampf und das Kopfballspiel ansieht.

Dass es für ihn aber erst mal schwer wird, in die Startelf zu kommen, ist ihm bewusst – bislang hat er eben Bezirksliga gespielt. „Es war für mich auch keine leichte Entscheidung, Mennrath zu verlassen. Da habe ich schließlich fünf gute Jahre gehabt, bin von der B-Liga bis in die Bezirksliga aufgestiegen. Eigentlich war mal die Landesliga mein Ziel. Doch als dann die Anfrage aus Beeck kam, gab es im Grunde keine andere Entscheidung: Diese Chance musste ich wahrnehmen.“

Nicht nur auf dem Platz musste sich der Linksfuß aus dem Rheydter Stadtteil Pongs in Beeck aber erst mal ein wenig umstellen. „Ich komme ja schon aus einem gut strukturierten Verein. In Beeck ist das aber alles noch mal eine ganze Ecke strenger und ernster. Zum Beispiel wird hier sehr auf Pünktlichkeit und die richtige Trainingsbekleidung geachtet.“ Verstöße werden umgehend mit einer „Spende“ in die Mannschaftskasse geahndet – bei Kassenwart Thomas Lambertz musste Geiser daher auch schon mal vorstellig werden.

In seinem letzten Halbjahr in Mennrath spielte Geiser im zentralen Mittelfeld. „Vorher war ich Mittelstürmer oder spielte auf der rechten Seite. Meine favorisierten Positionen sind aber die Sechs und die Acht.“ Dass speziell da in Beeck die Konkurrenz sehr groß ist, sich dort die Platzhirsche Sebastian Wilms und Armand Drevina tummeln, ist ihm bewusst. „Ich kenne die Mittelrheinliga ja noch gar nicht. Bis Winter gebe ich mir erst mal Zeit, um die Liga richtig kennenzulernen und alles einschätzen zu können.“

Eine Frage beschäftige ihn aber schon jetzt sehr: „Kann ich das sehr hohe Niveau hier auf Dauer halten, bekomme ich Konstanz in meine Leistungen? Klar ist, dass ich gegenüber der Bezirksliga hier eine ordentliche Schippe drauflegen muss“, sagt Geiser, der an der internationalen Fontys-Universität in Venlo Logistik studiert. „Ich brauche noch ein Jahr bis zum Abschluss.“

Als sein Lebensmotto hat er einen Spruch von niemand Geringerem als Mahatma Gandhi auserkoren: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir für diese Welt wünschst.“ Sollte Christian Geiser das nun auch beim FC auf dem Fußballplatz umsetzen können, dann hätte sich Beeck fürwahr einen ganz dicken Fisch geangelt.