Chef-Organisator Norbert Böbel des Citylaufs vom TV Erkelenz über die Besonderheiten der 21. Auflage

Interview Norbert Böbel Cheforganisator Citylauf Erkelenz: „Ich dachte, so etwas passiert nur bei großen Marathons“

Der Chef-Organisator des Citylaufs vom TV Erkelenz über die Besonderheiten dieser 21. Auflage – und über einen Traum, den er weiterhin hat.

Sind Sie vom neuen Teilnehmerrekord überrascht? Viele haben sich sehr kurzfristig entschlossen.

BÖBEL Was natürlich mit dem Wetter zusammenhängt. Die Prognosen waren ja nicht so toll. Wir sind gottlob aber von Kapriolen und Unwettern verschont geblieben.

Nicht verschont sind Sie dafür von der kuriosen Panne beim 3,2-Kilometerlauf geblieben.

BÖBEL So etwas hat es in 20 Jahren Citylauf noch nicht gegeben: Da biegt der vorausfahrende Radfahrer falsch ab. Der Jung konnte sich das selbst nicht erklären. Ich dachte, das passiert nur bei großen Marathons – aber nicht bei uns. Immerhin waren da 180 Teilnehmer auf der Strecke. Die haben dann andere Radfahrer wieder eingesammelt. Die Läufer waren recht verstreut . . .

Rund 20 Läufer sind beim „Zehner“ mangels weiterer Startnummern sogar ohne selbige angetreten.

BÖBEL Und daher bin ich mir auch sicher: Wenn wir genügend weitere Startnummern gehabt hätten, wären wir sogar an 1600 Teilnehmer herangekommen. Denn etliche weitere Interessenten haben abgewunken, als sie hörten, dass es keine Startnummern mehr gibt.

Einige andere haben dafür wieder sowohl den „Zehner“ als auch den „Fünfer“ absolviert – so Fünf-Kilometer-Sieger Alexander Ruhl.

BÖBEL Ja, und dessen Zeit von 16:46 Minuten ist ja auch beachtlich.  Schauen Sie sich mal dessen Body an: Der hat nicht die typische Läuferfigur, ist eine echte Kante – er ist von Haus aus ja auch Mehrkämpfer.

Wie fällt Ihr Gesamtfazit aus?

BÖBEL Die Vorbereitung war sehr intensiv, doch es hat sich voll gelohnt – beileibe nicht nur wegen des Teilnehmerrekords. Auch so viele Zuschauer wie speziell am frühen Nachmittag habe ich auf dem Markt beim Citylauf noch nie gesehen.

Wie viele Helfer waren im Einsatz?

BÖBEL 40 vom ETV und 30 von der NEW. Ohne letztere und die Volksbank – unsere beiden Sponsoren – wäre der Lauf nicht durchführbar.

Losgelöst vom Citylauf: Was macht denn Ihr großer Traum, einmal auf dem Marktplatz ein Stabhochsprung-Meeting zu veranstalten?

BÖBEL Den träume ich weiter. Dafür müsste man auch nicht teure Profis wie beim Stabhochsprung-Meeting auf dem Aachener Katschhof einkaufen. Ich habe in Bayern so ein Meeting gesehen – das geht auch ein paar Nummern kleiner.

Mario Emonds führte das Gespräch.

(emo)