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Fußball: Charaktertest für die Sportfreunde

Fußball : Charaktertest für die Sportfreunde

Frauen-Regionalliga: Im ersten Spiel nach dem überraschenden Rücktritt ihres Trainer Marcel Herzog wollen die Sportfreunde Uevekoven am Sonntag ab 13 Uhr gegen Vorwärts SpoHo Köln den nächsten Heimsieg einfahren.

Florian Wolters macht aus seiner Gefühlswelt kein Geheimnis: "Wir waren alle geschockt, als Marcel zurückgetreten ist - das kam für uns alle völlig unerwartet. Das war eine turbulente Woche." Und so ist es sicherlich keine leichte Aufgabe für den bisherigen Co-Trainer der Sportfreunde Uevekoven, seine Mädels auf das wichtige Heimspiel am Sonntag vorzubereiten.

Zu Gast ist ab 13 Uhr mit Vorwärts SpoHo Köln ein alter Bekannter: In vielen gemeinsamen Jahren in der Mittelrheinliga haben sich beide Teams viele spannende Duelle um die Spitzenposition in der Liga geliefert und auch in der Saisonvorbereitung des Öfteren gegeneinander getestet. 2015 stiegen die Kölnerinnen dann in die Regionalliga auf, 2016 folgten die Uevekovenerinnen, die momentan in der Tabelle deutlich besser positioniert sind als das Frauenteam der Deutschen Sporthochschule Köln. Das liegt mit gerade einmal sieben Punkten auf dem vorletzten Platz, kassierte in elf Partien schon 33 Gegentreffer. "Offensichtlich ist Köln hinten anfällig", sagt Wolters mit Blick auf die Zahlen, "auch deshalb werden wir unserer Spielweise treu bleiben, früh stören und mutig nach vorne spielen." Denn für Wolters gibt es keine Alternative zu einem Sieg: "Wir würden den Abstand zu den Abstiegsrängen nicht nur halten, sondern vergrößern."

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Wie es mit den Sportfreunden in Zukunft weitergehen wird, das ist hingegen alles andere als klar: "Der neue Trainer muss sportlich sowie menschlich passen und sich auch noch mit unserem Dorfvereincharakter identifizieren", erklärt Wolters, der nun bereits zum zweiten Mal den Job als Interimslösung übernimmt. Bevor Marcel Herzog das Zepter bei den Sportfreunden übernahm, war Wolters schon einmal eingesprungen - damals dauerte die Übergangszeit fast ein Jahr. "Ich habe den Mädels versichert, dass ich ihnen jederzeit zur Verfügung stehen werde, aber Cheftrainer ist nicht die Rolle, in der ich mich selber sehe", erklärt Wolters, "Fakt ist aber auch, dass wir jetzt nicht im Chaos versinken werden. Auch wenn es etwas dauern wird, bis wir einen neuen Trainer gefunden haben." Dass auf Dauer eine Lösung gefunden wird, davon ist der Interimscoach aber überzeugt: "Als Regionalligist sind wir sportlich eine interessante Adresse - erste Gespräche werden schon geführt, dennoch wird es sicherlich eine Herausforderung, den richtigen Mann für die Mädels zu finden. "

(RP)