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Handball: Carsten Hirschfelder ist nicht mehr Trainer beim ETV

Handball : Carsten Hirschfelder ist nicht mehr Trainer beim ETV

Im Kampf um den Klassenerhalt muss der Landesligist ohne seinen bisherigen Coach auskommen – Reinhard Aretz übernimmt.

Im Kampf um den Klassenerhalt muss der Landesligist ohne seinen bisherigen Coach auskommen — Reinhard Aretz übernimmt.

Ganz so besinnlich und ruhig war die Weihnachtspause bei den Erkelenzer Handballern nicht. Eigentlich, und das war die Hoffnung von Mannschaft, Trainer und Abteilung, sollte bis zum Jahresende die Situation so aussehen, dass der Begriff Abstiegskampf aus dem Vokabular verschwunden sein sollte.

Davon ist der ETV allerdings weit entfernt: Erst zwei von elf Spielen beendete der er als Sieger, der Rest ging verloren. Und jetzt ist Trainer Carsten Hirschfelder nach vereinsinternen Unstimmigkeiten auch noch von seinen Aufgaben entbunden worden. "Natürlich hat auch die sportliche Situation eine Rolle gespielt", sagt Jürgen Sorgalla, Abteilungsleiter Handball beim ETV, der sich selbst allerdings irgendwann noch einmal eine Zusammenarbeit mit Hirschfelder vorstellen kann.

Bei Aufsteiger TV 1848 Mönchengladbach steht der TV 1860 Erkelenz morgen somit gewaltig unter Druck. ETV-Neutrainer Reinhard "Harry" Aretz ist daher wohl kaum zu beneiden, zumal es auch um die Handball-Abteilung der Erkelenzer geht. Mit dem Abstieg der Frauen aus der Landesliga 2011 hat der ETV nämlich ein wichtiges Stück an seiner Vorzeige-Position im Handballdreieck Erkelenz-Wegberg-Hückelhoven eingebüßt. Zwar haben sich die Frauen unter Trainer Hans Willi Schatten, der die Mannschaft nach dem Abstieg neu aufgestellt hat, prima entwickelt, doch noch ist die Rückkehr in den Handballverband Niederrhein weit weg, liegt der ETV doch sechs Punkte hinter Tabellenführer SG Rurtal-Hetzerath zurück.

In der Bezirksliga hat der ETV II die Abstiegsplätze indes verlassen. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Erkelenzer gerettet sind. Sie werden mit ihrer bekannten Portion Humor die Aufgabe gegen den TV Korschenbroich III heute bewältigen. Auch die SG Rurtal-Hetzerath II muss noch zeigen, dass sie in der Bezirksliga bestehen kann. Rurtals Erste hat das zwar schon in den vergangenen Jahren bewiesen, doch diesmal ist erstaunlich viel Sand im Getriebe. Das Rurtaler Trainer-Duo Yves Nolte und Ralf Krause muss neuen Trainingsfleiß der Mannschaft wecken. Platz sieben ist nach wie vor viel zu wenig für ein Team, das über das nötige Potenzial verfügt.

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